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Politik

Bundesregierung erklärt Malta zum Coronasikogebiet

Freitag, 26. Februar 2021

/picture alliance, Daniel Karmann

Berlin – Wegen besonders hoher Coronainfektionszahlen hat die Bundesregierung das beliebte Urlaubs­land Malta ab übermorgen als Hochrisikogebiet eingestuft. Das bedeutet, dass dann schon bei der Ein­reise nach Deutschland ein negativer Coronatest vorgezeigt werden muss. Die Pflicht zu einer zehntä­gi­gen Quarantäne, von der man sich erst nach fünf Tagen durch einen weiteren Test befreien kann, bleibt unverändert bestehen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab diese und einige weitere Änderungen der Coronarisikoliste heute im Internet bekannt. Als „Hochinzidenzgebiete“ gelten die Länder, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Inzidenz) über 200 lag. Malta wird übermorgen als 29. Land in diese Kategorie aufgenommen.

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Die Inselgruppe im Mittelmeer zwischen Sizilien und Nordafrika hat rund 500.000 Einwohner. In dem kleinen EU-Land gab es in den vergangenen Tagen jeweils um die 200 neue Infektionsfälle innerhalb von 24 Stunden, heute waren es 258. Ge­sund­heits­mi­nis­ter Chris Fearne warnt, dass die Ausbreitung neuer Virusvarianten, besonders der britischen, Malta vor große Probleme stelle. Ärzte klagen, dass die Situation in den Intensivstationen kritisch sei: Die Krankenhäuser könnten die Patientenzahl bald nicht mehr bewältigen.

Und das, obwohl die Impfkampagne in Malta gut vorankommt: Rund zehn Prozent der Menschen haben bisher nach offiziellen Angaben die erste Impfstoffdosis erhalten, mehr als vier Prozent sind vollständig geimpft.

Neue Virusvariantengebiete wies die Bundesregierung heute nicht aus. Für diese Regionen gelten noch strengere Einreiseregeln als für die Hochrisikogebiete. 15 Länder und Regionen mit einer starken Ver­brei­tung besonders gefährlicher Mutationen des Coronavirus gehören in diese Kategorie, darunter das Nachbarland Tschechien, das an Deutschland grenzende österreichische Bundesland Tirol und die Slo­wakei. Es war spekuliert worden, dass auch die an das Saarland und Rheinland-Pfalz grenzende franzö­sische Region Moselle als Virusvariantengebiet eingestuft werden könnte. Dazu kam es aber nicht.

Bei den „normalen“ Coronarisikogebieten mit einer Inzidenz von über 50 gibt es ab übermorgen auch einige Änderungen. In diese Kategorie fallen dann der Karibikstaat Kuba, die französische Insel Réunion im Indischen Ozean, die griechische Peloponnes und eine Region in Finnland. Vom Hochrisiko- zum Risi­kogebiet zurückgestuft wurden das mittelamerikanische Panama sowie St. Vincent und die Grena­dinen in der Karibik. Für „normale“ Risikogebiete gelten dieselben Quarantäneregeln wie für Hochrisiko­ge­biete. Den Test kann man aber auch noch 48 Stunden nach Einreise machen. © dpa/aerzteblatt.de

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