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Medizin

REGN-COV2: EMA gibt grünes Licht für Coronaantikörper­mittel

Freitag, 26. Februar 2021

/picture alliance, Pacific Press

Den Haag – Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA befürwortet die vorläufige Anwendung des zur Behandlung von COVID-19-Erkrankungen eingesetzten Antikörpermittels REGN-COV2.

Das Mittel des US-Unternehmens Regeneron kann nach Einschätzung der EMA von heute bereits vor Marktzulassung zur Behandlung von COVID-19-Patienten eingesetzt werden, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein hohes Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs besteht.

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Die Bundesregierung hatte im Januar bereits 200.000 Dosen Antikörpermittel für 400 Millionen Euro gekauft. Laut Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium handelt es sich dabei neben REGN-COV2 auch um das Mittel Bamlavinimab.

Beide Mittel haben in den USA bereits eine Notfallzulassung erhalten, nicht aber in der EU. Bundesge­sund­heitsminister Jens Spahn (CDU) zufolge sollten sie dennoch in Deutschland als erstem Land in der EU bereits eingesetzt werden.

REGN-COV2 hatte im vergangenen Oktober weltweite Bekanntheit erlangt, nachdem der damalige US-Präsident Donald Trump mit diesem Antikörpercocktail behandelt worden war. Das Mittel ist eine Kombi­nation aus zwei speziell entwickelten Antikörpern, Casirivimab und Imdevimab, die sich an das soge­nann­te Spikeprotein des Coronavirus SARS-CoV-2 binden und so dessen Struktur deformieren können.

Die Antikörper sollen das Vordringen der Viren in die menschlichen Zellen und ihre Vermehrung brem­sen. Regeneron hatte im Januar erklärt, dass sein Mittel auch gegen die britische Variante des Corona­virus voll wirksam sei. Bei der südafrikanischen Coronavariante schlage allerdings einer der zwei in dem Mittel enthaltenen Antikörper nur begrenzt an. © afp/aerzteblatt.de

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