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Politik

Betreiber berichten von weniger Coronatoten in Pflegeheimen

Montag, 1. März 2021

/picture alliance, CHROMORANGE

Frankfurt am Main – Die Coronaschutzimpfungen führen Medienberichten zufolge zu einer deutlich sinkenden Zahl von COVID-19-Toten in deutschen Senioren- und Pflegeheimen. Eine Umfrage unter großen Betreibern habe ergeben, dass die Zahl der Infizierten, Erkrankten und Gestorbenen seit Beginn der Immunisierungskampagne deutlich zurückgehe, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

So zählten die 28 Johanniter-Seniorenheime in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz unter ihren 2.400 Bewohnern kaum noch Coronatote. Auch hätten dort die Krankenhauseinweisungen wegen schwerer COVID-19-Erkrankungen aufgehört.

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Der katholische Caritas-Verband, der 128.000 Betten in 1.800 stationären Einrichtungen unterhält, teilte der Zeitung mit, nach Verabreichung der Zweitimpfungen seien die Infektionszahlen in den Häusern um 35 bis 65 Prozent zurückgegangen.

„Die Impfung hält ihr Versprechen“, sagte Caritas-Präsident Peter Neher. In den Einrichtungen mit bereits vollständiger Impfung gingen die Infektionszahlen und der auf Corona zurückzuführenden Todesfälle „klar nach unten“.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) starben in der letzten Dezemberwoche noch rund 4.000 über 80-Jährige an oder mit COVID-19. Binnen vier Wochen sei die Zahl auf 2.600 gesunken. Die Impf­ungen begannen am 27. Dezember.

Auch die anderen großen Trägerverbände, die die FAZ befragte, bezeichneten die Impfkampagne als großen Erfolg, darunter die Diakonie, die Arbeiterwohlfahrt und das Rote Kreuz. Die evangelische Dia­konie berichtete von „großen Impffortschritten“.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen ging die Zahl der mit dem Coronavirus infi­zierten Menschen in den Alten- und Pflegeheimen insgesamt ebenfalls stark zurück. Die Zahl der aktuell Infizierten sank seit dem 23. Dezember von 5.265 auf 1.488 Fälle Anfang Februar, wie der Kölner Stadt-Anzeiger unter Berufung auf eine Erhebung der Landesregierung berichtete.

NRW-Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) sagte der Zeitung, es sei „auf jeden Fall die richtige Entscheidung gewesen, mit den Impfungen zunächst in den vollstationären Pflegeeinrichtungen zu be­ginnen“. Deren Bewohner hätten das größte Risiko. Mit der konsequenten Strategie, den knappen Impf­stoff in den ersten Wochen ausschließlich Pflegeeinrichtungen zur Verfügung zu stellen, „haben wir wahr­scheinlich Leben gerettet“, meinte Laumann.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hatte am vergangenen Freitag in Berlin gesagt, die Sie­ben-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe über 80 Jahren habe Anfang Februar noch bei fast 200 gelegen; nun betrage sie etwa 70. Das sei noch immer mehr als der Bundesdurchschnitt. © kna/aerzteblatt.de

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