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Ausland

Schärfere Coronamaßnahmen in Brasilien geplant

Montag, 1. März 2021

/picture alliance, Igor Do Vale

Rio de Janeiro – In Brasilien wollen zwölf Bundesstaaten und der Hauptstadtdistrikt Brasília ihre Maß­nahmen gegen eine rasante Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 verschärfen. Das reicht von Ein­schränkungen bei nicht lebensnotwendigen Dienstleistungen über die Schließung von Schulen bis hin zu einer nächtlichen Ausgangssperre, wie das brasilianische Nachrichtenportal G1 berichtete.

So trat etwa im Bundesstaat Ceará vorgestern eine verlängerte Ausgangssperre von 20 Uhr bis 5 Uhr an Wochenenden in Kraft. An den anderen Wochentagen beginnt sie bereits 19 Uhr. Der linke Gouverneur Camilo Santana hatte am vergangenen Freitag auch ein Treffen mit Präsident Jair Bol­sonaro bei dessen Besuch in der nordöstlichen Region abgelehnt, um Menschenansammlungen zu ver­meiden.

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Mit den Restriktionen sollen auch die an ihre Grenzen geratenen Krankenhäuser entlastet werden. Zu­letzt hatten verschiedene Bundesstaaten vor einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems gewarnt.

Brasilien ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Anti-Coronaimpfungen be­gannen erst im Januar. Bislang haben sich im größten Land Lateinamerikas fast 10,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert – nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher.

Am vergangenen Donnerstag, ein Jahr nach seinem ersten registrierten Coronafall, überschritt Brasilien die Marke von 250.000 Toten in Verbindung mit dem Virus. Präsident Bolsonaro hatte das Coronavirus von Anfang an verharmlost und Einschränkungen aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt.

Auch jetzt warnte er Gouverneure, „die ihren Bundesstaat schließen“, dass sie für die Nothilfe des Staates selbst aufkommen müssten. Eine Impfung zieht er in Zweifel. © dpa/aerzteblatt.de

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