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Zahl traumatisierter Soldaten gestiegen

Montag, 1. März 2021

/Zerbor, stock.adobe.com

Garlstedt – Die Zahl der neu erkrankten Soldaten mit einer einsatzbedingten posttraumatischen Belas­tungs­störung (PTBS) steigt seit Jahren. 2020 registrierte die Bundeswehr trotz sinkender Einsatzzahlen im Ausland 213 Neuerkrankte gegenüber 183 im Jahr 2019. Das geht aus aktuellen Daten der Bundeswehr hervor.

Matthias Frank vom Sanitätsdienst der Bundeswehr sieht einen Grund dafür darin, dass Betroffene sich erst nach Jahren des Leidens Hilfe holten. „Viele denken, ihre Beschwerden gehen von allein wieder weg und kommen erst, wenn der Druck von der Familie zu groß geworden ist.“

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Vor allem die Folgen des Afghanistan-Kampfeinsatzes von 2001 bis 2015 wirkten immer noch nach. „Das ist wie eine Bugwelle, die wir vor uns herschieben.“ Aktuell sind rund 3.000 Kräfte im Auslandseinsatz.

Die Bundeswehr geht davon aus, dass drei Prozent aller Soldaten im Einsatz eine PTBS erleiden. Allerdings bleibe die Hälfte unerkannt. Mit Aufklärungsarbeit versucht die Bundeswehr, die Krankheit zu entstigma­ti­sieren. © dpa/aerzteblatt.de

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penangexpag
am Montag, 1. März 2021, 20:15

die Frage der Sinnhaftigkeit

Da die Wehrpflicht seit 2011 ausgesetzt wurde, ist die Bundeswehr eine Freiwilligen-Armee. Man würde daher eigentlich erwarten, daß die im Artikel angeführten medizinischen Symptome eher selten sind - ein zunehmender Trend macht allemal nachdenklich. Natürlich kann es sein, daß die Bundeswehr mangels einer ausreichenden Zahl von Bewerbungen nicht kritisch genug selektiert. Es gibt aber auch eine andere Hypothese. Wer die Abläufe des 2.Weltrieges als Vergleichsmaßstab heranzieht, der könnte zu der Annahme kommen, daß die beobachteten Symptome gar nicht so sehr in den eigentlichen Kampfeinsätzen der Bundeswehr, gerade in Afghanistan, begründet sind, sondern in den großen Fragezeichen, die die Angehörigen der Bundeswehr hinter diesen Einsätzen und deren Sinnhaftigkeit sehen müssen.
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