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Ärzteschaft

Bayerischer Ärztekammerpräsident warnt vor zu starken Lockerungen

Mittwoch, 3. März 2021

Präsident der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, Gerald Quitterer. /picture alliance, Armin Weigel

München – Der Präsident der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, Gerald Quitterer, hat vor zu starken Lo­ckerungen von Lockdown und Kontaktbeschränkungen gewarnt. Dies könne leicht wieder zu einem er­heblichen Anstieg der Coronaneuinfektionen führen und die Erfolge der vergangenen Monate zunich­temachen, schrieb Quitterer in der März-Ausgabe des Bayerischen Ärzteblatts.

Zugleich rief er dazu auf, die Impfstoffe nicht schlecht zu reden. Es gehe darum, mit allen zugelassenen Impfstoffen schwere Krankheitsverläufe zu verhindern beziehungsweise eine COVID-19-Erkrankung zu vermeiden.

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Die Impfung gebe Anlass zur Hoffnung auf eine Normalisierung des Lebens in der zweiten Jahreshälfte. „Der positive Trend der vergangenen Wochen setzt sich Ende Februar offenbar nicht mehr fort. Doch dank der verschiedenen zugelassenen Coronaimpfstoffe verfügen wir nun über die Mittel, SARS-CoV-2 mittelfristig in Schach zu halten“, so der Ärztekammerpräsident.

Allerdings dürften die Kehrseiten der Einschränkungen – etwa fehlende Sozialkontakte, Stress und ver­meintliche Bewältigungsstrategien – nicht aus dem Blick geraten. Vermehrter Alkoholkonsum könne eine Gefahr bergen. Zudem seien ein Anstieg von Tabakkonsum, von Übergewicht sowie von psychischen Auffälligkeiten zu beobachten.

Quitterer plädierte auch für eine Überarbeitung der Impfpriorisierung. Es könne nicht gewartet werden, bis alle Berechtigten einer Gruppe geimpft seien, ehe mit der nächsten begonnen werde. Dabei müsse die Ärzteschaft Teil der ersten Gruppe sein. © dpa/aerzteblatt.de

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