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Ausland

Verletzte durch schweres Erdbeben in Griechenland

Donnerstag, 4. März 2021

Ein Feuerwehrmann reicht einem Anwohner Gegenstände aus einem beschädigtem Haus nach einem Erdbeben./ picture alliance, Vaggelis Kousioras

Athen – Bei einem schweren Erdbeben im Zentrum von Griechenland sind gestern elf Menschen verletzt und rund hundert Gebäude beschädigt worden. Das Beben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) eine Stärke von 6,3 und ereignete sich nahe der Stadt Larissa. Aus Angst vor Nachbeben rannten viele Menschen panisch auf die Straßen.

Nach Angaben der Rettungskräfte mussten ein schwer Verletzter und zehn Leichtverletzte versorgt wer­den. Ein 55-jähriger Mann musste demnach in Larissa wegen Kopfverletzungen im Krankenhaus behan­delt werden, nachdem er von Steinen oder Ziegeln getroffen worden war, wie ein Krankenhausmit­arbei­ter berichtete.

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Nach Angaben der Behörde wurde ein behinderter Mann aus seinem Haus im Dorf Mesochori gerettet, nachdem eine Seite des Gebäudes komplett eingestürzt war. In Damasi stürzte der Glockenturm einer Kirche ein. Außerdem wurde eine Schule durch das Erdbeben beschädigt.

In der Region Thessalien wurden nach Angaben von Gouverneur Costas Agorastos rund hundert Gebäude beschädigt. Er äußerte sich in Damasi, einem der am schwersten betroffenen Dörfer. „Alles passierte sehr schnell, die Leute rannten aus den Gebäuden“, sagte Chrissoula Katsiouli aus der Ortschaft Elassona nahe Larissa. Es habe Nachbeben gegeben.

Medienberichten zufolge waren die Erschütterungen des schweren Bebens auch im Zentrum und im Nor­den des Landes zu spüren. Nach Angaben der Zivilschutzbehörde ereigneten sich auch mehrere Erdrut­sche. Das Athener Observatorium für Geodynamik teilte mit, das Epizentrum des Bebens der Stärke 6,0 habe 238 Kilometer nördlich von Athen in der Nähe von Larissa gelegen. Von den Nachbeben erreichte eines die Stärke 5,7.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu rief seinen griechischen Kollegen Nikos Dendias an, um ihm die Hilfe seines Landes anzubieten. Vergangenes Jahr im Oktober hatten die beiden Länder, deren Beziehungen seit langem angespannt sind, nach einem schweren Erdbeben in der Ägäis zusammen­ge­arbeitet.

Dabei waren auf der griechischen Insel Samos zwei Jugendliche gestorben. In der Türkei gab es damals 114 Todesopfer und mehr als tausend Verletzte. Griechenland liegt auf mehreren Verwerfungslinien, so dass Erdbeben in dem Mittelmeerland keine Seltenheit sind. Da sich die Beben aber häufig im Meer ereignen, gibt es nur selten Tote oder große Schäden. © afp/aerzteblatt.de

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