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Hygiene: Urologen bemängeln fehlende Vergütung

Donnerstag, 4. März 2021

hygiene-haendedesinfektion_dpa

Berlin – Der Berufsverband der Deutschen Urologen (BvDU) hat die Vergütung der Hygienekosten in uro­logischen Praxen kritisiert. Demnach seien seit Beginn der Coronapandemie die Ausgaben für jegliche hygienische Artikel massiv gestiegen.

Zudem werde der erhebliche Mehraufwand für Hygienefortbil­dungen von Ärzten und medizinischem Fachpersonal, Praxisbegehungen oder Validierungen aktuell weder im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) abgebildet noch pauschal extra honoriert.

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„In Coronazeiten sollte sowohl Politik als auch Krankenkassen klar sein, dass die Hygiene vorrangig be­handelt werden muss – gerade im Hinblick darauf, dass Arztpraxen bald massenweise gegen COVID-19 impfen“, erklärte BvDU-Präsident Axel Schroeder. Es sei unverständlich, warum die Hinhaltetaktik der Krankenkassen in der Hygienethematik von der Politik und den Standesvertretern toleriert werde.

Dabei sei ein allgemeiner Hygienezuschlag bereits bei den Verhandlungen zur Reform des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) 2019 zugesagt worden, die Einführung sei im April 2020 geplant gewesen.

Auch der Coronaschutzschirm für Praxen decke diese Leistungen nicht ab. „Wir Urologen wollen und dürfen unsere Patienten nicht gefähr­den, weder durch Unterschreiten eines Hygienestandards noch durch Unterlassung von wichtigen Unter­suchungen oder operativen Behandlungen“, so Schroeder.

Ihm zufolge legen Praxen seit Jahren bei der Hygiene drauf: Die seit 2012 geltenden strikteren Richt­li­nien für die Hygiene bei der Medizinproduktaufbereitung verursachen laut BvDU enorme Kosten, insbe­sondere für ambulant operierenden Praxen. Diese Kosten würden nur durch Steigerung des Punktwertes abgebildet und somit nicht real aufgefangen.

Die Urologen haben deshalb eine aufwandsgerechte Abbildung der Hygienekosten gefordert. „Hygiene duldet keine Kompromisse, somit auch deren Gegenfinanzierung nicht“, verwies Schroeder. © hil/sb/aerzteblatt.de

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