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Teures MS-Medikament: EU-Kommission leitet Kartellverfahren ein

Donnerstag, 4. März 2021

/picture alliance, ZUMAPRESS.com, Nir Alon

Brüssel – Die EU-Kommission ermittelt wegen möglicher Wettbewerbsverzerrung bei einem Multiple-Sklerose-Medikament gegen den Pharmakonzern Teva. Es werde geprüft, ob Teva die Einführung preis­werter Konkurrenzprodukte zu seinem Kassenschlager Copaxone rechtswidrig verzögert habe, teilte die Brüsseler Behörde heute mit.

Das Patent für den Wirkstoff lief nach Angaben der Kommission schon 2015 aus. Ermittelt werde nun, ob Teva danach „aus strategischen Gründen Teilpatente angemeldet und wieder zurückgezogen“ hat, um Konkurrenten davon abzuhalten, billige Generika auf den Markt zu bringen.

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Multiple Sklerose sei eine chronische Erkrankung, für die es kein Heilmittel gebe, betonte die für Wett­bewerb zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Deshalb sei es wichtig, dass Unternehmen um Innovationen konkurrieren, damit erschwingliche Behandlungsmethoden gefunden würden.

Teva ist ein globaler Konzern mit Sitz in Israel, der deutsche Hauptsitz ist in Ulm. Das Unternehmen strei­tet die Vorwürfe ab und hat angekündigt, vollumfänglich mit der Kommission zu kooperieren. Die Aufnahme von Ermittlungen sei nur eine Formalität und weder Beweis für rechtswidriges Verhalten noch ein Hinweis auf den Ausgang des laufenden Verfahrens, so Teva weiter. © dpa/aerzteblatt.de

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