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Ausland

Ebola: Ausbrüche noch nicht unter Kontrolle, Impfstoff knapp

Freitag, 5. März 2021

/picture alliance, Kay Nietfeld

Genf – Die Ausbrüche von Ebola in den afrikanischen Staaten Guinea und Kongo sind noch nicht unter Kontrolle. Es gebe zu wenig Impfstoff, sagte Gueye Abdou Salam, der regionale Nothilfedirektor der Welt­g­esundheitsorganisation (WHO), heute in einem Online-Briefing in Genf.

Bei früheren Ausbrüchen seien damit Kontaktpersonen von Infizierten erfolgreich behandelt worden. Der Impfstoff müsse bei minus 80 Grad gelagert werden, die Logistik sei deshalb kompliziert.

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In Guinea lag die Zahl der Fälle heute bei 18, im Kongo bei elf. Hunderte von Kontakten würden über­wacht und Impfungen so weit wie möglich durchgeführt, sagte Michel Yao, WHO-Direktor für strategi­sche Einsätze.

Noch könne man nicht sagen, ob und wann die Ausbrüche zügig unter Kontrolle gebracht werden. Ge­sundheitsdienste und Bevölkerung im Kongo seien wegen früherer Ausbrüche gut vorbereitet und infor­miert. Dort würden jeden Tag rund 150 mögliche Fälle gemeldet, die umgehend untersucht würden. In Guinea seien es nur zehn pro Tag – das müsse deutlich ausgeweitet werden.

Häufigere Ausbrüche dieser und anderer verheerender Infektionen seien auf den engeren Kontakt der Menschen mit Wildtieren zurückzuführen, sagte Ibrahima Soce Fall, stellvertretender WHO-Generaldirek­tor für Noteinsätze. Das liege daran, dass Menschen in den Lebensraum der Tiere vordringen, etwa durch Waldrodungen und den Ausbau des Bergbaus. In den Regionen müsse vorbeugend mehr geimpft werden.

In Westafrika gab es bei einem Ausbruch von Ebola zwischen 2014 bis 2016 in Guinea, Liberia und Sierra Leone 28.000 Fälle und gut 11.000 Tote. Im Osten Kongos wurde ein fast zwei Jahre dauernder Ausbruch mit 2.299 Toten im vergangenen Juni für beendet erklärt. © dpa/aerzteblatt.de

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