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Ausland

Tschechien bringt COVID-19-Patienten ins Ausland

Dienstag, 9. März 2021

Die COVID-19-Patientin wird für den Transport nach Polen vorbereitet. /picture alliance, CTK, Josef Vostarek

Usti nad Orlici – Erstmals wird ein COVID-19-Intensivpatient aus dem stark betroffenen Tschechien zur Behandlung ins Ausland gebracht. Ein Rettungswagen mit einer schwerstkranken Frau an Bord brach heute Morgen in Usti nad Orlici auf, wie das öffentlich-rechtliche Fernsehen CT berichtete.

Ziel der zweieinhalbstündigen Fahrt sei das Krankenhaus in Raciborz in der polnischen Woiwodschaft Schlesien. Die 68 Jahre alte Patientin werde dabei von einem Notfallmediziner begleitet.

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Die Regierung in Prag hatte lange gezögert, ausländische Hilfe anzunehmen. Auch andere Länder wie Deutschland und die Schweiz haben sich zur Aufnahme von COVID-19-Patienten bereiterklärt.

Viele Krankenhäuser in Tschechien sind überlastet. Derzeit werden knapp 8.500 Menschen stationär behan­delt. Davon sind 1.789 in einem ernsten Zustand oder müssen beatmet werden.

Die härteren Lockdownmaßnahmen scheinen inzwischen Wirkung zu zeigen. Heute meldeten die Behörden 10.466 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Das waren knapp 2.000 weniger als am gleichen Tag vor einer Woche.

Die Bürger dürfen ihren Bezirk seit Anfang März nur noch in Ausnahmefällen verlas­sen. Bei Kontrollen an den Bezirksgrenzen verweigerte die Polizei nach Angaben eines Sprechers bisher mehr als 10.000 Fahrern die Weiterfahrt.

Die Regierung dämpfte Hoffnungen auf Lockerungen. Ostern werde „nicht in normaler Weise verlaufen“, betonte Innenminister Jan Hamacek. Innerhalb von sieben Tagen steckten sich knapp 800 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus an – mehr als zehnmal so viele wie in Deutschland. © dpa/aerzteblatt.de

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