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Übernahmen treiben Stada an

Donnerstag, 11. März 2021

/dpa

Bad Vilbel – Der Pharmakonzern Stada hat auch dank Übernahmen seinen Umsatz in der Corona­pan­de­mie kräftig gesteigert. Im vergangenen Jahr stieg der Erlös währungsbereinigt um 18 Prozent auf mehr als drei Milliarden Euro, teilte Stada heute in Bad Vilbel mit. Aus eigener Kraft wuchs der Umsatz um sechs Prozent.

Dabei wirkte sich die Pandemie unterschiedlich aus: Während Stada mit 12.300 Beschäftigten im Früh­jahr von Hamsterkäufen etwa bei Immunpräparaten und Schmerzmitteln profitierte und zeitweise auf Rekordniveau produzierte, bekam der Konzern im zweiten Halbjahr Gegenwind: Viele Verbraucher hatten sich mit Arzneien eingedeckt und die Grippe- und Erkältungszeit hierzulande verlief glimpflich.

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„Corona machte 2020 zu einem herausfordernden Jahr für uns“, sagte Stada-Chef Peter Goldschmidt. Während Immunpräparate gefragt seien, habe sich das Geschäft mit rezept­freien Arzneimitteln wie Grippostad und Hustensäften schlechter entwickelt. „Stada hat sich in einem insgesamt stagnierenden Markt trotzdem sehr gut behauptet und Marktanteile gewonnen.“

Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) kletterte 2020 um 15 Prozent auf 713 Millionen Euro. Unterm Strich stand ein Gewinn von 182 Millionen Euro nach 313 Millionen 2019. Grund für den Rückgang seien vor allem Einmaleffekte aus der Finanzierung für Übernahmen, Währungseffekte sowie Rückstellungen, etwa für Patentstreitigkeiten.

Der Konzern sei nun die Nummer vier in Europa bei Nachahmerarzneimitteln und die Nummer fünf bei rezeptfreien Markenprodukten, sagte Goldschmidt. Aber auch in den USA und Asien habe Stada zugelegt, etwa bei Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln. Dieses Jahr wolle Stada weiter aus eigener Kraft wachsen, „aber auch mit Übernahmen“. Der Manager setzt auf Spezialpharmazeutika, etwa medizinisches Cannabis, Therapien gegen fortgeschrittenes Parkinson, aber auch den US-Markt.

Mit den Finanzinvestoren Bain und Cinven, die Stada 2017 übernommen hatten, hat der Konzern zuletzt rund eine Milliarde Euro für Zukäufe ausgegeben. So erwarb Stada ein Arzneiportfolio vom japanischen Konkurrenten Takeda für rund 600 Millionen, den Arzneihersteller Walmark in Tschechien, ein Medika­men­tenportfolio des britischen Pharmakonzerns GSK sowie die Rechte für eine Therapie gegen fort­geschrittenes Parkinson von Lobsor Pharmaceuticals aus Schweden.

Vor allem mit den Übernahmen seien weltweit mehr als 1.500 neue Vollzeitstellen hinzugekommen, sagte Goldschmidt. Mit den Zukäufen sei die Nettoverschuldung auf knapp 2,5 Milliarden Euro gestie­gen. © dpa/aerzteblatt.de

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