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Förderung für Erforschung geschlechts­spezifischer Einflüsse auf Immunkrankheiten

Freitag, 12. März 2021

/Tartila, stock.adobe.com

Hamburg – Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) untersuchen geschlechtsspezifische Einflüsse auf Immun­krankheiten, Infektionen und Tumoren. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorha­ben der Forschungsgruppe „Geschlechtsspezifische Unterschiede in Immunantworten“ mit 4,5 Millionen Euro.

„Wir stehen am Beginn einer spannenden Entwicklung, die uns erlauben wird, viel differenzierter als bis­her auf die individuellen immunologischen Vorgänge zu reagieren“, erklärte Marcus Altfeld, Direktor des Instituts für Immunologie des UKE, der den Forschungsverbund gemeinsam mit Hanna Lotter vom BNI­TM leitet.

Die systematische Einbeziehung geschlechtsspezifischer Faktoren könnte künftig einen wichtigen Bei­trag für neue Behandlungsstrate­gien von Infektionen und immunvermittelten Erkrankungen leisten.

Laut den Wissenschaftlern ist bereits bekannt, dass Frauen und Männer sich in ihren Immunantworten unterscheiden: Frauen entwickelten beispielsweise eine bessere Abwehr gegen Krankheitserreger, die zu einer schnelleren Bekämpfung von Infektionen führen könne.

Ebenso entwickelten sie eine stärkere Immunantwort nach Impfungen als Männer und zeigten deutliche­re Immunreaktionen gegen einige bösartige Tumorarten.

„Die besondere interdisziplinäre Zusammensetzung der Gruppe, welche Erkenntnisse zu Geschlechtsun­ter­schieden sowohl aus Studien am Menschen als auch aus Studien an Tiermodellen vereint, ermöglicht es, direkte hormonelle Einflüsse auf Immunantworten und deren Auswirkungen auf Krankheitsprozesse zu erfassen“, erläuterte Lotter. © hil/aerzteblatt.de

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