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Ärzteschaft

Professionelle Schnelltests als Exitstrategie aus Lockdown

Freitag, 12. März 2021

/picture alliance, Keystone, Gaetan Bally

Bonn – Die Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) hat den ver­stärkten Einsatz von Antigenschnelltests begrüßt und eine möglichst zügige und flächendeckende Um­setzung entsprechender Angebote gefordert.

Gleichzeitig warnte die Fachgesellschaft vor einem „zu sorglosen Umgang mit diesen Testsystemen“ und wies auf erhebliche Qualitätsunterschiede der einzelnen Anbieter hin.

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Nach Einschätzung der Fachgesellschaft bietet die hohe Taktung professionell durchgeführter Schnell­testungen in allen relevanten Bevölkerungskreisen eine wichtige Exitstrategie aus der festgefahrenen Infektions- und Lockdownsituation.

Dazu gelte es allerdings unterschiedliche Voraussetzungen zu erfüllen und Verhaltensregeln zu beach­ten. So müssten aus Sicht der Laborärzte entsprechende Testungen breit und hochfrequent eingesetzt sowie professionell durchgeführt werden.

„Trainingskurse für Interessierte gibt es bereits an vielen Orten“, erklärte die Fachgesellschaft. Darüber hinaus brauche es für die kostenlose Testung ausreichend Test­zentren sowie eine sichere elektronische Dokumentation der Testergebnisse. Dies würde nicht nur die Erstellung eines infektionsepidemiologi­schen Rasters ermöglichen, sondern auch die Basis für vorsich­tige Öffnungsstrategien schaffen.

Zugleich wolle bedacht sein, dass Testergebnisse nur so gut sein könnten, wie die Probe, die entnommen wurde. „Daher ist die Aussagekraft der selbst durchgeführten Schnelltests deutlich schlechter als die pro­fessionell durchgeführten Schnelltests“, mahnte die Fachgesellschaft.

Sie forderte zudem, die unterschiedliche Sensitivität und Spezifität unterschiedlicher Testprodukte und Entnahmemöglichkeiten zu berücksichtigen und die Bevölkerung intensiv über den Umgang mit positi­ven Testergebnissen aufzuklären. „Jedes positive Schnelltestergebnis muss durch eine PCR bestätigt werden“, heißt es in der DGKL-Stellungnahme. © hil/sb/aerzteblatt.de

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