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Ärzteschaft

Ärztekammer Sachsen betont Bedeutung von Ärzten aus dem Ausland

Dienstag, 16. März 2021

/dpa

Dresden – Bei der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer (SLÄK) sind im Augenblick 3.056 ausländische Ärzte aus 105 Nationen gemeldet. Davon sind 2.770 berufstätig, 83 mehr als im Vorjahr. SLÄK-Präsident Erik Bodendieck zufolge sind viele Einrichtungen in Sachsen auf die Unterstützung durch ausländische Ärzte angewiesen.

„Das wurde vor allem sehr deutlich, als im letzten Jahr die Grenzen zu den Nachbarländern Tschechien und Polen geschlossen wurden. Ohne eine Ausnahmereglung für den medizinischen Bereich hätten manche Stationen geschlos­sen werden müssen“, sagte er.

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Die meisten ausländischen Ärzte in Ärzte stammen laut der Kammerstatistik aus der Tschechischen Re­publik (424), aus Polen (269), der Slowakei (267), Rumänien (183), der Russischen Föderation (166), der Ukraine (146) und Bulgarien (102). Die Anzahl der syrischen Ärzte hat sich in den vergangenen sieben Jahren von 52 auf 342 mehr als versechsfacht.

1.952 ausländische Ärzte arbeiten im stationären und 345 im ambulanten Bereich. Der Anteil der berufs­tätigen ausländischen Ärzte an allen berufstätigen Ärzten in Sachsen beträgt 15,04 Prozent.

In dem Bundesland lebten laut der Kammerstatistik Ende 2020 26.223 Ärzte. 18.415 Ärzte davon sind derzeit ärztlich tätig. Dies sind 213 berufstätige Ärzte mehr als im Jahr zuvor. Davon arbeiten 10.024 im stationären und 7.046 im ambulanten Bereich.

Nach wie vor bevorzugen viele Mediziner eine Anstellung. Laut Kammer gab es vor zehn Jahren in Sach­sen noch knapp 5.600 Ärzte mit eigener Praxis. Bis Ende 2020 sank deren Zahl auf 5.072. Im selben Zeit­raum hat sich die Zahl der in einer Niederlassung angestellten Mediziner auf knapp 2.000 mehr als ver­doppelt.

„Immer mehr Ärzte arbeiten als angestellte Mediziner in einer Praxis mit. Bedenklich ist diese Entwick­lung vor allem mit Blick auf potenzielle Nachfolger in den Einzelpraxen im ländlichen Raum“, so Boden­dieck.

Laut der Kammer nimmt die Zahl der Ärzte in Behörden erstmals seit über zehn Jahren wieder deutlich zu. Mit 351 Ärzten verzeichne Sachsen knapp 20 Ärzte mehr in diesem Bereich als vor einem Jahr.

„Auch, wenn die Gesamtzahl im Vergleich etwa zum stationären Bereich nicht sehr hoch ist, die Schlüs­selfunk­tion dieser Ärzte zum Beispiel in den Gesundheitsämtern ist enorm wichtig. Ich hoffe sehr, dass dies der Beginn eines weiteren Wachstums für den Öffentlichen Gesundheitsdienst ist“, sagte Boden­dieck. © hil/aerzteblatt.de

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