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Medizin

Die britische Zuckersteuer auf Softdrinks funktioniert

Donnerstag, 6. Mai 2021

/Joshua Resnick, stock.adobe.com

Cambridge – Die Steuer auf zuckerhaltige Getränke in Großbritannien nützt der öffentlichen Gesundheit, ohne der Industrie zu schaden. Das berichten Wissenschaftler der Universität Cambridge im British Medical Journal (2021; DOI: 10.1136/bmj.n254).

Die britische Softdrinkindustrieabgabe (SDIL) ist eine 2-stufige Steuer, die seit April 2018 von Herstel­lern von Softdrinks erhoben wird. Im Rahmen der SDIL werden Getränke mit mehr als 8 Gramm Zucker pro 100 Milliliter (hohe Stufe) mit 0,24 Pfund pro Liter besteuert. Getränke mit mehr als 5, aber weniger als 8 Gramm Zucker pro 100 Milliliter (niedrige Stufe) werden mit 0,18 Pfund pro Liter besteuert.

Keine Zusatzsteuer entfällt auf Getränke mit weniger als 5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter. Die Wissen­schaftler haben für die Studie die Veränderungen der Haushaltskäufe von Getränken und Süß­waren vor und nach der Einführung des SDIL untersucht. Ihre Ergebnisse basieren auf rund 31 Millionen Einkäufen von durchschnittlich 22.183 Haushalten, die zwischen März 2014 bis März 2019 wöchentlich alle ins Haus gebrachten Lebensmittel und Getränke einschließlich der online bestellten und gelieferten erfasst haben.

Wenn alle besteuerten und nicht besteuerten Erfrischungsgetränke zusammengenommen wurden, änderte sich das Volumen der gekauften Getränke nicht, aber der gekaufte Zucker in diesen Getränken sank um etwa 30 Gramm pro Haushalt und Woche oder fast 10 % – das entspricht laut den Forschern rund 3 Teelöffeln weniger.

„Diese Ergebnisse zeigen, dass die britische Zuckersteuer genau wie beabsichtigt funktioniert – und bieten Lehren für andere Länder, die „strategische Regulierungsoptionen“ zur Förderung einer gesünderen Ernährung erforschen, meinen Forscher des George Institute for Global Health in einem Editorial zu der Studie. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #40383
Baehre
am Freitag, 7. Mai 2021, 07:17

Ersatzstoffe?

Da sich der Geschmack der Konsumenten nicht grundlegend geändert haben dürfte, werden die Getränke vermutlich anders gesüßt. Wie unbedenklich sind die Ersatzstoffe?
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