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Politik

Inzwischen 16 Fälle von Hirnvenenthrombosen in Deutschland gemeldet

Dienstag, 23. März 2021

/Kateryna_Kon, stock.adobe.com

Augsburg – In Deutschland sind inzwischen 16 Fälle von Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung bekannt. Das teilte das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mit. In der vergangenen Woche waren es noch sieben Fälle gewesen.

Nach den bis heute vorliegenden Daten betrafen alle Fälle mit Ausnahme einer Meldung Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren, wie eine Sprecherin des PEI sagte. In vier Fällen endete die Hirnvenenthrombose tödlich.

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In zehn der 16 Fälle wurde zusätzlich zu einer Sinusvenenthrombose, einer speziellen Form der Hirnve­nenthrombose, ein Mangel an Blutplättchen festgestellt. Bis heute wurden in Deutschland insgesamt mehr als 1,8 Millionen Erstdosen sowie 269 Zweitdosen Astrazeneca-Impfstoff verimpft.

Wie die Augsburger Allgemeinen und der Allgäuer Zeitung berichteten, war im Allgäu zuletzt eine 55-jährige Krankenpflegerin nach einer Im­pfung mit dem Astrazeneca-Wirkstoff mit Verdacht auf Hirnve­nen­thrombose gestorben, wie das Klinikum Kempten den Zeitungen bestätigte.

Dem Bericht zufolge war die Krankenpflegerin, die in einer Klinik in Immenstadt arbeitet, am 3. März mit der ersten Dosis Astrazeneca geimpft worden. Nach sieben bis acht Tagen habe sie unter starken Symp­tomen gelitten und sei mit schweren Kopfschmerzen ins Krankenhaus gekommen.

Am Samstag sei die Frau in Kempten gestorben. Die Mediziner gehen demnach von einer Hirnvenen­throm­bose aus und einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit, dass der Tod der Pflegerin im Zusammenhang mit der Impfung stehe.

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hatte den Coronaimpfstoff des britisch-schwedischen Her­stellers As­tra­zeneca vergangenen Donnerstag nach einer Überprüfung für „sicher und wirksam“ erklärt.

Der Nutzen überwiege die Risiken, hieß es nach Berichten über Hirnvernenthrombosen im zeitlichen Zu­sammenhang mit der Impfung. In Deutschland wurden die vorübergehend ausgesetzten Impfungen mit Astrazeneca daraufhin wieder aufgenommen.

Anm. d. Redaktion: Die Meldung wurde um 17 Uhr aktualisiert. Bis dahin waren 14 Fälle vom vergangenen Freitag bekannt. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Sonntag, 11. April 2021, 12:51

STIKO gegen europäischen AstraZeneca-Populismus

Pharmakovigilanz-Ausschuss (PRAC)/Europäische Arzneimittelagentur (EMA)/britische Zulassungsbehörde MHRA („Medicines and Healthcare products Regulatory Agency“) machen statistische Anfängerfehler:
A) PRAC prüfte nur 62 Fälle von Hirn- und cerebralen Sinus-Venen­thrombosen (cSVT) plus 24 Fälle splanchnischer Venenthrombosen der EU-Datenbank zur Arzneimittelsicherheit (EudraVigilance) unter Vaxzevria®AstraZeneca, Stand 22.03.2021, davon 18 tödlich.
B) Bis zum 04.04.2021 wurden der EudraVigilance 169 Fälle von cSVT/53 Fälle von splanchnischer Venenthrombose bei 34 Millionen Vaxzevria®Impfungen gemeldet.
C) 44 cSVT-Fälle/35 Venenthrombosen mit Thrombozytopenie hat es laut MHRA in GB bis zum 31.03.2021 gegeben. Dort wurden aktuell 20,2 Millionen Menschen mit Vaxzevria®Impfungen gemeldet. Frauen unter 60 Jahren (51 von 79 Fällen) waren besonders betroffen. 19 Patienten, 13 Frauen/6 Männer, seien gestorben. 11 der 19 waren jünger als 50 Jahre, 3 jünger als 30 Jahre.
D) Die EMA/MHRA bekannte/bestätigte Vaxzevria®Problematik darf man nicht auf die Grundgesamtheit aller Impfungen einschl. der über 60-, 70- und 80-Jährigen herunterbrechen. Bei erdrückenden Gender- und Altersgruppen-Betroffenheit mit überwiegend Frauen unter 60 Jahren ist das wissenschaftlich unseriös.

Risiken ernster Impf-Nebenwirkungen/-Komplikationen sind bias-frei Zielgruppen-spezifisch zu berechnen. Sie liegen m.E. bei 1-2 auf 10.000 bis 100.000 überwiegend medizinisch tätiger Frauen und spezieller Impf-Indikation jüngerer Berufstätiger.
Häufigkeiten fahrlässig zu unterschätzen, wie MHRA mit 4 Fällen auf 1 Million oder EMA/PRAC mit EU-weit 222 Fällen auf 34 Millionen Vaxzevria® AstraZeneca Impfungen es tun, ist biostatistisch falsch. Das deutsche Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ging zum 29.03.2021 bei 2,2 Millionen Vaxzevria®Impfungen von 31 Fällen mit cSVT u.ä. aus und stützt damit den eigenständigen STIKO/RKI-Weg.
Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #877804
Meikel
am Sonntag, 11. April 2021, 11:51

Stand 2.4.21 SVT

Jetzt haben wir den 11.4 und der Stand seit 2.4. sind 41 Fälle in Deutschland. Es ist nicht zu fassen.
Avatar #877804
Meikel
am Dienstag, 6. April 2021, 19:28

Anni 1337 weiter aufpassen.

Liebe Anni,
Ich will sie nicht verunsichern und möchte nur aus der Erfahrung meiner Tochter, die im Moment stabil aber noch nicht über den Berg ist, ihnen einige Tips geben. Die Symptomatik von ihnen deckt sich mit der von meiner Tochter. Vermutlich hatten sie auch eine kleine Thrombose, die sich wieder gelöst hat. 170000 Thrombozyten sind an der unteren Grenze und die D-Dimere sind mit O,76 leicht erhöht. Meine Tochter über 50 und nicht mehr messbar. Jetzt bei 5. Also war ihre Immunreaktion leichterer Natur bei ihnen.
Da in den nächsten Wochen weitere zelluläre und humorale Impfreaktionen folgen werden müssen sie weiter aufpassen. Bei meiner Tochter ist der Verlauf auch Wellenartig. Also keine Scheu bei Ausfallerscheinungen, Druck auf den Augennerv u.s.w. Die Klinik auf zu suchen. Ich möchte sie vor unserem Schicksal bewahren. Die 2. Impfung würde ich mir mit Astra überlegen.
Das die Thrombos wieder gestiegen sind und die D-Dimere wieder gesunken sind zeigt mir, daß eine Gerinnungsreaktion da war, allerdings nur gering. Trotzdem: seien sie Aufmerksam.
Avatar #879022
Anni1337
am Dienstag, 6. April 2021, 14:27

Die Verunsicherung ist groß...

Ich möchte hier gerne so kurz wie möglich mein "Erlebtes" der letzten Tage widergeben. Ich hoffe, dass der Beitrag hier nicht stört / unpassend ist.
Ich selbst (31 weiblich) wurde am Dienstag, 23.03. mit AstraZeneca geimpft. Am Tag danach die üblichen Nebenwirkungen (Schüttelfrost, leichtes Fieber). Am Donnerstagmorgen hab ich mich gefühlt, als wäre nie was gewesen. Am späten Nachmittag dann punktförmiger stechender Schmerz, linke Kopfhälfte mit gleichzeitigem Gefühl, dass ich in diesem Moment mein linkes Auge nicht mehr richtig öffnen konnte. Die Verunsicherung war groß, innerliche Panik ist ausgebrochen. Die Situation im Nachhinein nochmal exakt zu rekonstruieren - schwierig!
Der Schmerz war gleich wieder verschwunden und kam bis heute nicht mehr. Am nächsten Tag, Freitag, "fühlte" ich die Stelle aber noch eindeutig. Kein Schmerz aber (es ist sehr schwer zu beschreiben), wie wenn es an der Stelle heiß/ kalt wurde. Hatte auch das Gefühl, ich konnte mich nicht 100% konzentrieren. Am frühen Abend kam dann kurzzeitiges "Stirnbrennen" dazu. Die Verunsicherung war dann einfach so groß, nach langem Hin und Her bin ich in die Notaufnahme (was mir eigentlich unangenehm war).
Thrombozyten etwas niedrig (174), D-Dimere leicht erhöht (0,76). Im CT konnte jedoch keine Sinusvenenthrombose festgestellt werden, ich war erleichtert.
Am Dienstag (30.03.) habe ich nochmals beim Hausarzt Blut abnehmen lassen. Thrombozyten gestiegen auf 211, D-Dimere stark gesunken auf 0,2. Weitere Erleichterung (mein Hausarzt hat sich für meine Beschwerden eher weniger interessiert).
Und jetzt? Bis heute spüre ich noch die Stelle am Kopf. Insbesondere wenn ich mich mit dem Thema beschäftige (wie auch gerade beim Schreiben dieses Textes), kommt dieses nicht beschreibbare Gefühl an dieser Stelle. Bilde ich es mir ein? Vermutlich... Es verunsichert mich dennoch sehr. Symptome, um einen nochmaligen Gang zur Notaufnahme zu "rechtfertigen", habe ich nicht, obwohl ich es sehr gerne tun würde!
Avatar #830245
Hortensie
am Sonntag, 4. April 2021, 13:19

Risiko von Gerinnungsstörungen bei genbasierten Impfstoffen

Weiter unten werden Zahlen von Zwischenfällen genannt.
Dazu will ich ergänzend bemerken, dass Großbritannien jetzt bei den jüngeren Impfberechtigten "angekommen" ist und es nun schon etliche Hirnvenenthrombosen (auch mit Todesfolgen) in GB gegeben hat, siehe
https://www.spiegel.de/politik/ausland/astrazeneca-grossbritannien-meldet-30-blutgerinsel-faelle-a-71c63e70-9d8a-4396-91da-6593d79f1889
Es gibt Wissenschaftler, die es für möglich halten, dass genetische Impfstoffe zu Gerinnungsproblemen führen
Siehe z. B.
https://joppp.biomedcentral.com/articles/10.1186/s40545-021-00315-w
Zitat:
This discovery also supports our hypothesis [6] that CoViD genetic vaccines may have a direct role in spurring autoimmune response against platelets that may clinically manifest in thrombocytopenia, haemorrhage, and blood clots.
Übersetzung:
Diese Entdeckung stützt auch unsere Hypothese [ 6 ], dass genetische CoViD-Impfstoffe eine direkte Rolle bei der Auslösung der Autoimmunreaktion gegen Blutplättchen spielen können, die sich klinisch in Thrombozytopenie, Blutung und Blutgerinnseln manifestieren können. Zitatende
Das würde heißen, dass alle bei uns zugelassenen Impfstoffe betroffen sein können.
Das Paul-Ehrlich-Institut hat in seinem Sicherheitsbericht vom 23. 3. 21.
https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27-12-bis-12-03-21.pdf?__blob=publicationFile&v=8
auch über 2 Sinusvenenthrombosen beim Impfstoff von Biontech berichtet.
Da bei uns aber erst jetzt auch Jüngere mit dem Impfstoff von Biontech geimpft werden, bleibt abzuwarten, ob es künftig noch weitere Sinusvenenthrombosen gibt.
Es sind also sowohl beim Impfstoff von astrazeneca als auch beim Impfstoff von Biontech Sinusvenenthrombosen nach einer Impfung vorgekommen.
Es wäre daher auch wichtig zu erfahren, was genau bei den einzelnen Betroffenen als evtl. zusätzliche Risiken noch vorgelegen hat.

Avatar #877804
Meikel
am Mittwoch, 31. März 2021, 16:26

aah_1 und 2haeschen

Zu 2 Haeschen: mir Transparenz meine ich die sofortige Veröffentlichung von Impfnebenwirkungen oder das kontinuierliche Aktualisierung der Fachinfo. Das bei Pase III Studien nicht alles erfasst wird ist wie in meinem Fall tragisch aber nicht zu verhindern. Erst große Anzahl von Patienten bringt erst die gesamten NW auf den Tisch. Wenn dann aber massiv Dinge passieren muß sofort gehandelt werden. In diesem Fall hätte man einigen Leuten eine SVT vielleicht erspart. Für ihre Tochter und Sie tut mir der Folgeschaden sehr leid. Wie es bei uns aussieht können wir noch nicht abschätzen.
Die Hämatologen sind sich noch nicht einig wie der Pathomechanismus ausgelöst wird. Den Pathomechanismus alleine kennen sie jetzt weitgehenst durch die Anzahl der Patienten und somit aben sie ja auch den richtigen Therapieansatz gewählt.
Ob der Vektor diesen Autoimmunmechanismus auslöst ist noch nicht geklärt, liegt allerdings nahe. Es gibt Gentherapien (Mucoviszidose, neue Gentherapie Zogelsma.. u.s.w) die bei einem Vektorbasierten Gentransfer Immunreaktionen ausgelöst haben, so daß die Gentherapie nicht durchgeführt werden konnte oder NW aufgetreten sind. Das es unterschiedliche Vektorsysteme gibt muß man sich jedes einzeln ansehen. Übrigens haben die Russen ihren Sputnik aus diesem Grund auch mit 2 verschiedenen Vektoren vesehen. 1.Impfung anderer Vektor als 2.Impfung. Ich denke in 6-10 mon haben wir da eine Klarheit. Die Leute arbeiten dran. Was heißt das für Sie in der Praxis: Die Basis der Entscheidung ASTRA nur bei Ü60 zu verimpfen ist eine reine Entscheidung auf Basis der vorliegenden Statistik. Eine fundierte wissenschaftliche Entscheidung gibt es nicht. Ich vermute man nimmt die gepoolten Daten von Menschen Ü60 aus Europa und sieht hier keine gesteigerte Inzidens für SVT. Also reine Gefühlssache.
Ich bin kein Impfgegner, aber man muß das Geschehen engmaschig, transparent begleiten und sofort reagieren. Die Patienten sensibilisieren auf evt. NW-Geschehen. Fallkasuistiken dauern
Avatar #95584
aah_1
am Dienstag, 30. März 2021, 23:00

Pathomechanismus und Risikofaktoren

Mich interessiert, welche Pathomechanismen im Zusammenhang mit den Thrombosen vermutet werden. Ist vielleicht doch eine Replikation des Vektors im menschlichen Organismus nach Impfung möglich, die im Verlauf zu einer covidähnlichen Erkrankung mit Risiko von Thrombosen führt?
Oder ist das Auftreten der Thrombosen mit allgemeinen Thromboserisiken assoziiert? Als ärztliche Kollegin, die in Kürze im Rahmen ihrer hausärztlichen Tätigkeit den AstraZeneca Impfstoff verimpfen soll und zudem selbst auf die 2. Dosis "wartet"/ entscheiden "darf", ob sie sich damit impfen lassen will oder nicht, frage ich mich aufgrund welcher Datenbasis ich eigentlich in der Lage sein soll die Entscheidung für mich und Andere zu treffen?
Wir Ärzte erhalten herzlich wenig detailliertere Informationen als die aus der "Laienpresse".
Vielleicht kann mir jemand sagen, wo ich die Fallkasuistiken nachlesen kann.
Avatar #789658
2haeschen
am Dienstag, 30. März 2021, 20:59

@Meikel

Wirkliche Transparenz gibts bei Impg. nicht.

Die Nebenwirkungen, die bei meiner Tochter vor 11 Jahren auftraten, stehen bis heute nicht in der Packungsbeilage! Obwohl diese gesichert impfbedingt auftraten!
Der Folgeschaden ist bis heute nicht anerkannt.

Avatar #877804
Meikel
am Dienstag, 30. März 2021, 18:23

Practicus sieh mal die Realität

Am 26.3. habe ich von ca. 20 Fällen gesprochen. Jetzt sind wir 4 Tage weiter. Das sind die Fakten:
In Deutschland sind bislang 31 Verdachtsfälle einer Sinusvenenthrombose nach Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca bekannt. Das berichtete das Paul-Ehrlich-Institut am Dienstag. Bis 29. März waren dem Institut 31 Fälle gemeldet worden, in 19 Fällen wurde zusätzlich eine Thrombozytopenie gemeldet. In neun Fällen war der Ausgang tödlich, wie das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Institut in Langen berichtete.
Das ganze bei ca. 2,1 Mio Impfungen. Wir können daraus jetzt noch eine Statistik machen, nutzt aber den Patienten und Verstorbenen wenig und auch nicht denjenigen die noch zur Impfung anstehen.
Sie können sich ja in England impfen lassen wenn dort das Risiko mit Astra-Impfstoff niedriger ist. Vielleicht haben die aber auch erst nur Alte geimpft ? Als junge Engländerin würde ich mir die Zahlen aus Deutschland mal genau durch den Kopf gehen lassen.
Übrigens, meiner Tochter geht es schlechter. Zum Glück reagieren einige Unis. Wir haben Alternativen solange wir nicht wissen was da genau geschieht. Was die Transparenz angeht. Die SVT mit Thrombozytopenie sind ähnlich gelagert. Es ist eine HIT 2 ähnliche Form. Autoimmunreaktion auf die Thrombos und muß somit anders behandelt werden wie bei einer isolierten SVT. Hier kommt kein Heparin zum Einsatz. Meine Tochter ist sportlich, Nichtraucher hat keine allerg/immunolg. Vorerkrankungen. Was die Pille angeht, es waren auch Männer (3-4) dabei. Es ergibt sich ein heterogenes Bild mit ein paar konstanten Parametern. Die Unis/Centren stehen im regen Austausch die Hämatologen/Immunologen arbeiten auf Hochtouren und machen bei diesem klinischen Krankheitsbild gerade Pionierarbeit. Danke an ALLE!!!!!!
Wenn wir durch Bioparameter die Prognose bzw. die Risikogruppen rausfiltern könnten wäre ich der Erste der trotz unseres Schicksals jubeln würde. Wir trösten uns im Moment: Et hät noch immer jot jejange
Avatar #745025
opla
am Dienstag, 30. März 2021, 09:36

Mir fehlt die Transparenz

Um zu einer sachlichen und objektiven Risikoeinschätzung zu kommen, fehlt mir bislang die Transparenz in der Untersuchung der aufgetretenen Fälle. So sollte es doch ein Leichtes sein, eine Aussage über mögliche Ko-Faktoren zu treffen bzw. diese offiziell auszuschließen. Wie sieht es bspw. mit der Einnahme von Kontrazeptiva aus? Kann dies ein Faktor für das Auftreten der schwerwiegenden Komplikationen sein? Oder eben nicht? Wie sieht es aus mit dem Vorliegen von chronischen Stoffwechselerkrankungen? Rauchen? Starkes Übergewicht? Oder sind die aufgetretenen Thrombosen tatsächlich ein Risiko von Frauen U60, unabhängig von möglichen weiteren Faktoren? Ist es somit eher ein hormonelles Phänomen? Ich bin schon erstaunt, dass hier so wenige transparente Datenlage vorliegt, da dies doch signifikant zum Eingrenzen einer möglichen Risikogruppe beitragen würde.
Avatar #79783
Practicus
am Montag, 29. März 2021, 22:55

In Großbritannien

- wo das NICE unmittelbar über die Daten des NHS verfügen kann, über den alle Krankenbehandlungen abgerechnet werden - wurden bei 10 Mio Impfungen mit dem Astra-Zeneca-Impfstoff nur 4 (!) Sinusvenenthrombosen beobachtet.
Vielleicht liest ja ein Statistiker mit, der seinen Senf dazugeben kann
Avatar #877804
Meikel
am Montag, 29. März 2021, 21:13

Martinas auf folgendes aufpassen !

Hallo Martinas. Folgende Sympthome haben diese Patienten gehabt.
Ausfallerscheinungen. Sehstörungen, Schwindel. Kribbeln in den Armen oder sogar kurzzeitige Bewegungslosigkeit. Kopfschmerzen und Übelkeit.
Dann sofort in die Klinik. Blut abnehmen und auf D-Dimere untersuchen. Die sind dann signifikant Ultrahoch. Großes Blutbild und Thrombozyten checken (die sind dann sehr niedrig 10-16 000, normal 150 000 und höher). Bildgebendes Verfahren CT, MRT. Bei SVT mit Trombozytopenie muß anders behandelt werden als bei einer isolierten SVT. Falls man keine Ahnung hat wenden sie sich an die Bonner Uni (Stroke Unit) , die machen das im moment richtig oder an einen Hämatologen.
Bisheriges Auftreten ca 1Woche bis 3 Wochen nach Impfung.
Achten sie auf sich und bleiben sie gesund. Die meisten neurologischen Stationen wissen aber um diese Infos.
Avatar #878242
MARTINAS
am Montag, 29. März 2021, 16:06

Stark verunsichert

Ich wurde am 21.03. im Bonner Impfzentrum mit Astra Zeneca geimpft, obwohl mir meine Hausärztin bescheinigt hatte, dass aufgrund meiner Risikofaktoren ein anderer Wirkstoff genommen werden soll. Der Chef des Impfzentrums persönlich sagte mir, dass meine Faktoren nicht ausreichen um einen anderen Wirkstoff zu rechtfertigen. Völlig überrumpelt habe ich dann der Impfung mit Astra zugestimmt. Nun steigen die Zahlen der erkrankten und verstorbenen Fälle deutlich an, so dass ich mit meinem jetzigen Wissen den Wirkstoff nicht genommen hätte. Gibt es Informationen wie die Verläufe bei den Betroffenen waren und ob sie alle die selben Risikofaktoren hatten? Bei jedem zwicken und zwacken im Körper frage ich mich ob der Hammer noch kommt. Ich hatte 2 Tage die normalen Nebenwirkungen mit Fieber und Schüttelfrost hatte aber bisher keine Kopfschmerzen. Hoffe sehr dass alles gut geht und wünsche den erkranken alles Gute.
Avatar #830245
Hortensie
am Samstag, 27. März 2021, 11:17

@ Meikel: Stimme Ihnen zu

Ich gehe auch von einer Kausalität zum Impfstoff von astrazeneca aus.
Ich frage aber, wie hoch die Fallzahlen von SVT bei anderen Impfstoffen sind?
Vielleicht sind die dort vorgekommenen SVT weniger schlimm. Denn die Thrombozytopenie ist dort meines Wissens nicht vorgekommen (Ich lasse mich da aber gern belehren, falls doch).
Jedenfalls sollte man den Schluss ziehen, dass Frauen unter z. B. 70 Jahren nicht mit AZ geimpft werden.
Avatar #877804
Meikel
am Freitag, 26. März 2021, 22:51

@practicus

Lieber @practicus
Ich weiß zwar nicht wo sie ihr Vertrauen zur britischen NICE her beziehen.
Nach über 30 Jahren Arbeit im Pharmasektor und vielen Erfahrungen kann ich das nicht teilen. Sogar die amerik. FDA ( man beachte das Food im Titel) hat schon so manche dubiose Entscheidungen und Zahlen geliefert. Daten erfassen und Daten veröffentlichen sind zwei paar Schuhe. Das soll schon öfters vorgekommen sein.
Aber weiter. Falls angeblich alle ASTRA Impfungen 1,5 mio bei Frauen durchgeführt gewesen wären, ist die Anzahl von ca 20 Sinusvenenthrombosen gekoppelt mit Thrombozytopenie innerhalb von 8
Wochen signifikant zu hoch und deshalb ein zustellen. Die normale Inzidenz der isolierten SVT liegt bei 1/ 1 mio/ Jahr. Die Patienten haben aber alle eine Thrombozytopenie dabei und somit ergibt sich auch eine andere Therapie. Das meine Tochter auch durch COVID 19 eine SVT hätte erleiden können überlese ich mal. Ich weiß aber mit Sicherheit, daß einigen Patienten durch frühe direkte Umstellung auf einen anderen Impfstoff dies erspart geblieben wäre bzw. um ihren Vemutungen Nahrung zu geben, weniger schwere Ereignisse gehabt hätten. Und wir sind noch nicht am Ende der Geschichte. Warten sie mal ab, da kommt noch was.
Die direkte Kausalität zu diesem Impfstoff ist klar bewiesen. Nicht nur Deutschlandweit, Europaweit. Einige Länder haben ja auch reagiert.
Mal sollte einfach auf die Fakten achten und vorsorglich reagieren. Jede SVT mit Thrombozytopenie durch den Impfstoff ist eine zu viel.
Avatar #801950
psych12
am Freitag, 26. März 2021, 14:41

Ursache gefunden?! stand 19.03.2021

Wie NDR 1 Radio MV berichtet, haben Forscher der Unimedizin Greifswald die Ursache für Hirnthrombosen nach AstraZeneca-Impfung gefunden. Demnach löst das Vakzin bei einigen Menschen einen Abwehrmechanismus aus.
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/AstraZeneca-Greifswalder-Forscher-finden-Thrombose-Ursache,coronavirus4660.html
Für mich sieht das so aus als gäbe es einen Nachweisbaren Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und der Hirnvenenthrombose.
Avatar #865259
UdoSchlenz
am Freitag, 26. März 2021, 12:04

Dänemark setzt Impfg mit Astra-Zeneca weiterhin aus

@Practicus
Ihr Beitrag enthält interessante Aussagen.
Wo aber aufgrund mir bekannter Daten kein Weg hinführt, ist die Aussage: "Ihre Tochter hätte im Fall einer Infektion mit SARS-CoV2 ebenso eine Sinusvenenthrombose erleiden können."

Gründe:
1, Frauen unter 50 sind extrem wenig unter Cov2-Todesopfern vertreten. München zählt etwa 0 (null) Tote Frauen bis 35 Jahren; bei 1,5 Mio Einwohnern, mithin ca 300.000 Frauen U35

2, Von solchen schweren Verläufen bei Frauen U50 hätte man ganz sicher medial berichtet. Da hätte sich so mancher Sender und Verlag geradezu darauf gestürzt.
RKI/Ge­sund­heits­mi­nis­terium hätten die Information aktiv verbreitet

Ich wage deshalb Ihre Aussage in Zweifel zu ziehen,
nichtsdestotrotz wäre ich aber erfreut, wenn Sie Belege benennen würden.


Avatar #79783
Practicus
am Freitag, 26. März 2021, 02:10

@Meikel

Meine besten Genesungswünsche für Ihre Tochter. Unabhängig davon bleibt es eine Vermutung, dass die SVT durch die Impfung ausgelöst wurde. In Deutschland wurde der AZ-Impfstoff ja wegen der zunächst eingeschränkten Zulassung hauptsächlich für die Impfung der unter 65-Jährigen Menschen verwendet - med. Personal usw.
Zudem ergibt sich aus der Genese der thromboembolischen Ereignisse bei der Covid19-Erkrankung, dass die Impfkomplikation auf der gleichen Ursache beruht.
Ihre Tochter hätte im Fall einer Infektion mit SARS-CoV2 ebenso eine Sinusvenenthrombose erleiden können.
Das britische NICE, ddas üblicherweise wesentlich zuverlässiger arbeitet als RKI und PEI (Daten des NHS, geringerer Datenschutz) hat bei über 11 Mio verimpften AZ-Dosen keine Häufung von Sinusthrombosen festgestellt.
Sinusvenenthrombosen wurden in D vor Corona ca 400 mal pro Jahr festgestellt, 300 davon bei Frauen, die Dunkelziffer ist unbekannt.
Wieviele Todesfälle durch akute SVT übersehen und als "Schlaganfall" diagnostiziert werden, kann bei der geringen Sektionsfrequenz in D nicht mal geschätzt werden,
Avatar #830245
Hortensie
am Donnerstag, 25. März 2021, 15:10

Man muss aber wissen, dass es auch bei anderen Impfstoffen vereinzelt zu solchen Thrombosen kam

Es habe vereinzelt auch Hirnvenenthrombosen bei den Impfstoffen von Biontech und Moderna gegeben, liest man in den Medien im Netz unter Bezugnahme auf das PEI. Vielleicht würden diese Ereignisse bei anderen Impfstoffen gar noch zunehmen, wenn mehr jüngere Frauen damit geimpft würden?
Es wäre daher ungeheuer wichtig, zu erfahren, ob es bei den betroffenen Frauen nicht besondere Risiken gab, die mitursächlich sein könnten.
Ich denke an die genetischen erhöhten Thromboseneigungen wie Faktor V, die 4G-5G-Mutationen im PAI-Gen oder andere solcher angeborener Veranlagungen.
Würde man nämlich feststellen, dass bei den betroffenen Frauen diese Veranlagungen vorliegen, so müsste man ggf. die Frauen vor einer Impfung darauf untersuchen.
Avatar #830245
Hortensie
am Donnerstag, 25. März 2021, 15:02

Betroffen sind Frauen bis 63 Jahre

Es muss wohl erst noch weitere Tote geben, bis man zu der Erkenntnis gelangt, dass der Impfstoff bei Frauen unter z. b. 70 Jahren gefährlich sein kann?
Wieso impft man entweder nicht nur die Männer damit oder zumindest keine Frauen unter ca. 70 Jahren?
Avatar #865259
UdoSchlenz
am Donnerstag, 25. März 2021, 12:57

Astra-Zeneca Impfstoff unverantwortbar für Frauen U65

den eigenen Vorbeitrag bitte ich zu verbessern:
10 zu 100.000 und 10 zu 600.000 müsste es erstmal heissen um die Risiken zu beschreiben für Frauen(hier Münchnerinnen) unter 60 Jahren innert 12 Monaten on risk zu versterben mit/an Cov2.
Avatar #865259
UdoSchlenz
am Donnerstag, 25. März 2021, 12:52

Astra-Zeneca Impfstoff unverantwortbar für Frauen U65

ich kann den Vorbeiträgen von Frau Monz und Meikel nur beipflichten und möchte zwecks Risiko/Nutzenabwägung ergänzend ausführen.

Dabei nehme ich Daten Stadt München.
Von ca 22.000 pos.getesten Frauen unter 60 Jahren (U60) starben 6 (sechs). Incl Dunkelziffer sprechen wir von mind 60.000 Cov2-erreichten FrauenU60 ,wovon 6 starben, was 10 aus 100.000 entspricht.
Todes-Risiko durch Cov2 bei Infektion 6/ 100.000 je 12 Monate
Risk je x-beliebiger Münchnerin U60 und Jahr liegt bei nur 6 zu 600.000 mit Cov2 zu versterben.
Dagegen steht das Risiko innert 4 Wochen nach Impfung mit AZD1222
zu versterben mit momentan 4 zu 300.000;
bzw mit Schwerstverlauf/bleibenden Schäden bei 20 zu 300.000.

Ich denke man muss dazu weiter nichts berechnen um zu erkennen, daß es bereits anhand 4-Wochen Frühzwischenbilanz nicht verantwortbar ist diese Gruppe an Menschen mit diesem Material zu impfen.
Avatar #877804
Meikel
am Donnerstag, 25. März 2021, 10:47

Das Risiko der Hirnvenenthrombosen muß nicht sein !!!!!

Da meine Tochter im Moment mit einer Impf-induzierten Sinus-Venen Thrombose um ihr Leben kämpft muß ich das hier schreiben. 1.5 Mill Dosen Astra verimpft. Die meisten an alte Menschen. Also bleiben ca. 500 T an junge systh.relevante Menschen (Mediziner,Pflegekr. Polizei u.s.w.) ? Davon evt. die Hälfte Frauen bis 55 Jahren ? Sagen wir 300 T. Mittlerweile 20 erfasste HirnvenenThrombosen. (Gestern eine neue in Bonn). Wenn das keine klare Inzidenzsteigerung innerhalb von 10 Tagen von 7 auf ca. 20 ist ?
Dunkelziffer nicht eingerechnet. Da sollte Hr. Lauterbach mal richtig nachrechnen, wie selten das vorkommt. Gegenüber dem (ohne Impfung)Grundrauschen der Sinus-Thrombose klarer, sehr deutlicher Risikoanstieg unter Impfung. Wir haben die Alternative diesen Menschen zu helfen. Nur noch MRNA-Vakzin für Frauen bis 55. Allerdings steht diese dilletantische Regierung unter Druck. Ich bezweifle auch die Zahlen aus GB. Diese Regierung steht auch nicht für Wahrheit und steht unter Druck. Warum sollen Frauen in GB weniger gefährdet sein ? Weil sie Tee trinken ? Als Molekularbiologe weiß man das Vektorbasierte Nuklein-Transporte schon öfters durch Immunreaktionen auf die Vektoren gescheitert bzw. NW-behaftet sind.
Siehe Zolgensma (Gentherapie) aktuell. Ein Grund dafür ist auch die neue Entwicklung der MRNA-Technik. Wir können unsere jungen Frauen davor schützen, wir haben mehrere Alternativen. Keine Frau muß zwingend mit Astra behandelt werden. Also handeln !!!!! Ansonsten kann der Impfstoff außerhalb dieser Risikogruppe verimpft werden. Es sei denn andere Risikogruppen tauchen auf. Ich kann nur hoffen, daß die erkr. Patienten überleben und unbeschadet ihr Leben weiter leben können. Ich kann auch nicht akzeptieren, daß man dieses bekannte Risiko weiter gegen das COVID-Risiko ausspielt obwohl man durch einfaches Umstellen des Impfstoffs diese unsägliche Situation beenden könnte. Vielleicht stößt mein Beitrag ja auf helfende Ohren.
Avatar #584609
Brigitta Monz
am Dienstag, 23. März 2021, 20:51

Warum folgt Deutschland nicht dem französischen Beispiel?

Man fragt sich, warum in Deutschland weiter diese stark steigenden Zahlen akzeptiert werden. Warum wird dieser Impfstoff für Frauen unter 60 Jahren nicht eingeschränkt. Das individuelle Risiko-Nutzen Profil für diese Personengruppe scheint doch zunehmend nicht akzeptabel, wenn man andere Impfstoffe zur Verfügung hat. Kaum vorstellbar, dass man ein solches Risiko-Profil für einen Grippeimpfstoff akzeptieren würde.
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