NewsPolitikInzwischen 16 Fälle von Hirnvenenthrombosen in Deutschland gemeldet
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Inzwischen 16 Fälle von Hirnvenenthrombosen in Deutschland gemeldet

Dienstag, 23. März 2021

/Kateryna_Kon, stock.adobe.com

Augsburg – In Deutschland sind inzwischen 16 Fälle von Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung bekannt. Das teilte das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mit. In der vergangenen Woche waren es noch sieben Fälle gewesen.

Nach den bis heute vorliegenden Daten betrafen alle Fälle mit Ausnahme einer Meldung Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren, wie eine Sprecherin des PEI sagte. In vier Fällen endete die Hirnvenenthrombose tödlich.

In zehn der 16 Fälle wurde zusätzlich zu einer Sinusvenenthrombose, einer speziellen Form der Hirnve­nenthrombose, ein Mangel an Blutplättchen festgestellt. Bis heute wurden in Deutschland insgesamt mehr als 1,8 Millionen Erstdosen sowie 269 Zweitdosen Astrazeneca-Impfstoff verimpft.

Wie die Augsburger Allgemeinen und der Allgäuer Zeitung berichteten, war im Allgäu zuletzt eine 55-jährige Krankenpflegerin nach einer Im­pfung mit dem Astrazeneca-Wirkstoff mit Verdacht auf Hirnve­nen­thrombose gestorben, wie das Klinikum Kempten den Zeitungen bestätigte.

Dem Bericht zufolge war die Krankenpflegerin, die in einer Klinik in Immenstadt arbeitet, am 3. März mit der ersten Dosis Astrazeneca geimpft worden. Nach sieben bis acht Tagen habe sie unter starken Symp­tomen gelitten und sei mit schweren Kopfschmerzen ins Krankenhaus gekommen.

Am Samstag sei die Frau in Kempten gestorben. Die Mediziner gehen demnach von einer Hirnvenen­throm­bose aus und einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit, dass der Tod der Pflegerin im Zusammenhang mit der Impfung stehe.

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hatte den Coronaimpfstoff des britisch-schwedischen Her­stellers As­tra­zeneca vergangenen Donnerstag nach einer Überprüfung für „sicher und wirksam“ erklärt.

Der Nutzen überwiege die Risiken, hieß es nach Berichten über Hirnvernenthrombosen im zeitlichen Zu­sammenhang mit der Impfung. In Deutschland wurden die vorübergehend ausgesetzten Impfungen mit Astrazeneca daraufhin wieder aufgenommen.

Anm. d. Redaktion: Die Meldung wurde um 17 Uhr aktualisiert. Bis dahin waren 14 Fälle vom vergangenen Freitag bekannt. © afp/aerzteblatt.de

Themen:
LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Kennen Sie unsere Fachgebiet-Newsletter?

  • Dermatologie
  • Diabetologie
  • Gastroenterologie
  • Gynäkologie
  • Kardiologie
  • Neurologie
  • Onkologie
  • Ophthalmologie
  • Pädiatrie
  • Pneumologie
  • Rheumatologie + Orthopädie
  • Urologie

Stellenangebote

    Weitere...

    Archiv

    NEWSLETTER