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Zahl der Drogentoten erneut deutlich gestiegen

Donnerstag, 25. März 2021

/Kenishirotie, stockadobecom

Berlin – Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist erneut deutlich gestiegen. Wegen des Konsums illegaler Substanzen starben im vergangenen Jahr 1.581 Menschen, wie die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) heute mitteilte. Das waren 183 gemeldete Fälle (13 Prozent) mehr als 2019.

Häufigste Ursache waren laut Ludwig weiterhin Überdosierungen von Opioiden wie Heroin und Morphin. Daran starben 572 Menschen, nachdem es im Jahr zuvor noch 650 gewesen waren. An Langzeitschädi­gun­gen durch Drogenkonsum starben 432 Menschen.

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Die Vergiftungen im Zusammenhang mit anderen Stoffen als Opioide/ Opiate machten 18,5 Prozent der nach Todesursachen erfassten Todesfälle aus und steigen um 6,3 Prozent . Auch die Todesfälle in Ver­bin­dung mit Kokain/Crack sind von 36 auf 48 gestiegen (+ 33,3 Prozent ).

Die meisten Drogentoten gab es 2020 den Angaben zufolge weiterhin in den bevölkerungsreichsten Bundesländern Nordrhein-Westfalen (401 Tote) und Bayern (248 Tote) sowie in Berlin (216 Tote).

Ludwig sagte: „Die Lage ist für suchtkranke Menschen durch die Pandemie mehr denn je dramatisch.“ Viele seien durch Corona in eine verstärkte Lebenskrise geraten. „Gewohnte Strukturen, persönliche Hilfsangebote und Ansprechpartner sind quasi von einem Tag auf den anderen weggebrochen.“

Dies könne ein Grund dafür sein, dass sich mehr Drogenkonsumenten als in den Jahren zuvor das Leben genommen haben, so Ludwig. Suchthilfe vor Ort müsse gerade jetzt aufrechterhalten werden.

„Vor Ort kommt es weiter auf jede Hilfe an. Dazu gehört auch, dass Länder und Kommunen trotz klam­mer Kassen die Finanzierung sicherstellen müssen. Langfristig zahlt sich das in jedem Fall aus – ge­sund­heitlich wie finanziell“, betonte die Drogenbeauftragte.

Benötigt werde auch eine „noch flächendeckendere Substitutionsversorgung und mehr Unterstützung in Übergangssituationen“ – beispielsweise wenn Substitutionspatienten aus der Haft in die Freiheit kommen. © dpa/aha/aerzteblatt.de

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