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Alkoholkonsum in der Krise zurückgegangen

Donnerstag, 25. März 2021

/Andrey Cherkasov, stockadobecom

Wiesbaden – In der Coronakrise haben die Menschen in Deutschland weniger Alkohol getrunken als zu­vor – gleichzeitig aber mehr geraucht. Pro Kopf wurden im vergangenen Jahr 86,9 Liter Bier getrunken, das waren fünf Liter weniger als im Jahr 2019, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute in Wies­baden berichtete.

Es handelt sich um den stärksten Einbruch innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Auch Schaumweine, Spirituosen und sogenannte Zwischenprodukte wie Sherry oder Portwein fanden laut Destatis weniger Abnehmer.

Als wesentlichen Grund sehen die Experten die fehlenden Trinkgelegenheiten bei monatelang geschlos­senen Gaststätten und zahlreichen abgesagten Großveranstaltungen. Hierunter litten auch die eigentlich immer stärker gefragten alkoholfreien Sorten mit einem Produktionsrückgang um 1,8 Prozent auf 4,1 Millionen Hektoliter.

Beim Tabak stieg der Absatz sämtlicher Produktgruppen mit Ausnahme der Zigaretten an. Trotz kräftiger Preissteigerungen wurde vor allem mehr Feinschnitt-Tabak versteuert.

Die Statistiker vermuten, dass selbstgedrehte Zigaretten vielen Rauchern als Ersatz für die im Lockdown nur schwer erhältlichen, preisgünstigeren Zigaretten aus dem Ausland dienten. © dpa/aerzteblatt.de

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