NewsÄrzteschaftCoronatests: Ärztlicher Pandemierat legt Empfehlungen für Pflegeeinrichtungen vor
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Coronatests: Ärztlicher Pandemierat legt Empfehlungen für Pflegeeinrichtungen vor

Donnerstag, 25. März 2021

/picture alliance, Owen Humphreys

Berlin – Aktualisierte Empfehlungen für eine an wissenschaftliche Erkenntnisse angepasste Teststrategie in Senioreneinrichtungen legte der Pandemierat der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) vor. Demach sollten un­ter anderem Mitarbeitende in Pflegeeinrichtungen bezüglich der speziellen Warnsymptome der SARS-CoV-2-Infektion bei Hochbetagten und an Demenz erkrankten Personen geschult werden.

In dem vorgelegten Papier heißt es, in den vergangenen Wochen sei es trotz der Empfehlung zur breiten Anwendung von Antigenschnelltesten und deren Kostenübernahme durch die Coronavirus-Testverord­nung des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums (BMG) in Senioreneinrichtungen zu zahlreichen, auch großen Ausbrüchen mit hoher Letalität bei den zu Pflegenden in diesen Einrichtungen gekommen.

Anzeige

Die Aufarbeitung solcher Ausbrüche habe gezeigt, dass neben der Empfehlung und Bereitstellung der Teste auch eine klare Einbindung von vermehrten Testungen in ein strukturiertes Infektionskontroll­kon­zept erforderlich sei.

Wichtiger Bestandteil eines solchen Konzeptes sei die entsprechende Schulung der in Pflegeeinrichtun­gen Tätigen. Senioren, die Warnsymptome zeigen, sollten unverzüglich mit einem Antigenschnelltest getestet und zusätzlich ein PCR-Test veranlasst werden. Bei positivem Schnelltest müsse sofort eine konsequente Isolierung veranlasst werden.

Informationsposter könnten in Verbindung mit den schon durch das Robert-Koch-Institut (RKI) vorliegen­den Informationsblättern zur besseren Verbreitung dieser Informationen beitragen.

Das Pflegepersonal von Senioreneinrichtungen selbst sollte laut der Expertenempfehlung alle 48 Stun­den mittels Schnelltest getestet werden. Die Testung sollte sauber dokumentiert werden. Wenn sich in den kommenden Wochen herausstelle, dass durch eine zweifache Coronaimpfung eine Infektionsüber­tra­gung unwahrscheinlich gemacht wird, könne bei Geimpften auf diese prophylaktische Testung ver­zichtet werden.

Sollten in einer Einrichtung COVID-19-Fälle auftreten und aufgrund der Personaldecke die Notwendig­keit bestehen, die Quarantäne bei symptomfreiem Personal vorzeitig aufzuheben, soll die Infektiosität vor Aufhebung der Quarantäne mittels PCR-Test eingeschätzt werden. Auch erkrankte Senioren sollen laut Pandemierat vor Aufhebung der Isolierung erneut zur Einschätzung der Infektiosität mittels PCR-Test untersucht werden. © aha/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #877205
Wasweißichdennschon
am Samstag, 27. März 2021, 09:28

Pflegeheimdebakel

Da Impfungen bei alten Menschen meistens aufgrund des schwachen Immunsystems keine Immunantwort bringen, dies aber die Pflegekräfte nicht wissen, werden sie im Glauben an eine Immunität Ihrer Bewohner nachlässiger mit Hygienevorschriften und Selbsttestungen werden. So ist davon auszugehen, dass die Bewohner im kommenden Herbst, wenn die Infektionslage wieder anzieht, sterben werden wie die Fliegen. Ausserdem wäre zu bedenken, dass sars-cov-2 vor allem auch über den Stuhl übertragen wird, da sich im Darm jede Menge ACE Rezeptoren befinden. Darauf sollten die Pflegekräfte unbedingt hingewiesen werden.
LNS
VG WortLNS LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER