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B.Braun hofft auf Erholung in zweiter Jahreshälfte

Donnerstag, 25. März 2021

/picture-alliance, Oliver_Berg

Melsungen – Der Medizintechnikhersteller B.Braun hat in der Coronakrise seinen Umsatz nahezu stabil gehalten und zeigt sich für das laufende Jahr vorsichtig zuversichtlich. Zwar sei die Pandemie noch nicht vorbei, doch hoffe man für die zweite Jahreshälfte auf eine schrittwei­se Erholung, sagte Vorstandschefin Anna Maria Braun heute im nordhessischen Melsungen.

Für die Erlöse hoffe man auf ein währungsberei­nigtes Plus um drei bis fünf Prozent. Das Ergebnis soll überproportional steigen. 2020 habe die Pandemie die Unternehmensbereiche unterschiedlich stark getroffen.

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So gaben die Umsätze bei Produkten wie Implantaten der Sparte Aesculap sowie bei medizinischen Stan­dardpro­dukten wie Infusionslösungen deutlich nach, da weltweit in Krankenhäusern planbare Ein­griffe verschoben wurden.

Dies habe man durch eine erhöhte Nachfrage in anderen Bereichen auffangen können, etwa bei Pharma­produkten zur Behandlung von COVID-19-Patienten, bei Infusionspumpen und im Hygienemanagement, erklärte das Unternehmen. Auch im Bereich der Akutdialyse habe es wegen der Pandemie einen deutli­chen Umsatzanstieg gegeben.

Die Erlöse beliefen auf rund 7,43 Milliarden Euro, nach 7,47 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Vorsteuer­ergebnis legte auf 416,1 Millionen Euro zu. Der Vorjahreswert von 400,2 Millionen Euro ist um eine Son­derabschreibung wegen des Ausstiegs beim Krankenhausbetreiber Rhön Klinikum bereinigt.

Zwar sei das Jahr auch für B.Braun nicht einfach gewesen, doch habe die breite Aufstellung das Unter­neh­men „resilient“ gemacht, sagte die Vorstandsvorsitzende. Bei seinen weiteren Wachstumsplänen setzt das Unternehmen auf Investitionen in neue Produktions­kapazitäten, etwa in den USA, sowie in For­schungs- und Entwicklungsprojekte.

B.Braun stellt unter anderem Kanülen, Nährlösungen, chirurgische Instrumente und Pflaster her. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich im vergangenen Jahr von 64.585 im Vorjahr auf 64.317 (Stand 31. De­­zem­ber 2020). Grund dafür seien Anpassungen und optimierte Abläufe in der Produktion und im Vertrieb in einzelnen Landesgesellschaften gewesen, erklärte das Unternehmen. In Deutschland beschäf­tigte B.Braun zum Jahresende 2020 15.893 Menschen (Vorjahresstichtag: 15.828). © dpa/aerzteblatt.de

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