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Rhön-Klinikum: Staat soll Erlösausfälle vollständig ausgleichen

Donnerstag, 25. März 2021

/dpa

Bad Neustadt – Der Klinikbetreiber Rhön-Klinikum wünscht sich von der Bundesregierung einen voll­ständigen Ausgleich der coronabedingten Erlösausfälle. „Es kann nicht sein, dass unzureichende Aus­gleichszahlungen des Bundes die Kliniken ausgerechnet in der Hochphase der Pandemie dazu zwingen, auch personalreduzierende Maßnahmen wie etwa Kurzarbeit oder auslaufende Befristungen zu prüfen“, sagte Christian Höftberger, Vorstandsvorsitzender der Rhön-Klinikum AG.

Das sei angesichts des massiven Fachkräftemangels geradezu grotesk. Man benötige zudem mehr Pla­nungssicherheit. Ein Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums sehe zwar weitere Aus­gleichs­zahlun­gen für Kliniken vor, allerdings werde der zwischenzeitlich erfolgte Kostenanstieg nicht berücksichtigt.

„Teilweise sollen Rückzahlungen stattfinden. Viele durch die Pandemie weggebrochene Erlösquellen, wie etwa ambulante Erlöse werden nicht ausgeglichen“, heißt es in einer Mitteilung der Rhön-Klinikum AG.

Der Klinikbetreiber blickt nicht nur wegen der Coronapandemie auf ein herausforderndes Jahr 2020 zu­rück – auch die Übernahme durch den Hamburger Asklepioskonzern wirkten sich auf den Gesundheits­dienstleister aus.

Das Konzernergebnis war im Geschäftsjahr 2020 auf rund 2,5 Millionen Euro gesunken – ein Rückgang um 94,4 Prozent zum Vorjahr. Das operative Ergebnis (Ebitda) lag mit 80,2 Millionen Euro um 36 Prozent unterhalb des Vorjahresniveaus. Der Umsatz erhöhte sich dagegen um 4,3 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr 2021 geht das Unternehmen von einem Umsatz in Höhe von etwa 1,4 Milliarden Euro und einem Ebitda zwischen 72,5 Millionen und 82,5 Millionen Euro aus. Allerdings stehe dieser Ausblick unter erheblichen Unsicherheiten – unter anderem wegen der Pandemie.

An den fünf Klinikstandorten in Hessen, Bayern, Thüringen und Brandenburg beschäftigt das Unter­neh­men Ende vergangenen Jahres 18.449 Mitarbeiter. 2020 wurden den Angaben zufolge mehr als 808.600 Patienten behandelt – das sei ein coronabedingter Rückgang von knapp sieben Prozent. © dpa/aerzteblatt.de

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