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Ausland

Corona: 100.000 Neuinfektionen in Brasilien binnen eines Tages

Freitag, 26. März 2021

Ein Mann legt eine Rose auf eine Bahre mit Laken und Kissen im Gedenken an die Coronatoten in Brasilien./ picture alliance, Andre Borges

Rio de Janeiro – Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 in Brasilien hat einen neuen Höchststand von mehr als 100.000 Fällen erreicht. Binnen 24 Stunden seien 100.158 Ansteckungen nachgewiesen worden, teilte das brasilianische Gesundheitsministerium mit.

Damit stieg die Gesamtzahl der Coronainfektionen in dem südamerikanischen Land auf 12,3 Millionen. Mit 2.777 weiteren Opfern innerhalb eines Tages hat Brasilien mittlerweile 303.462 Coronatote zu be­klagen. Nur in den USA wurden noch mehr Infektionen und Todesfälle registriert.

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In Brasilien hat sich die Lage seit Februar verschärft. Zum einen halten viele Menschen die Vorsichts­maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nicht ein, zum anderen ist die mittlerweile in Brasilien grassierende Virusvariante P1 offenbar deutlich ansteckender als der ursprüngliche COVID-19-Erreger.

Wegen der dramatischen Lage schickt die Bundesregierung einen Hilfsflug in das südamerikanische Land. Ein Flug der Flugbereitschaft sollte heute vom Flughafen Köln-Bonn aus in Richtung Brasilien starten, wie ein Sprecher der Luftwaffe sagte. Im Auftrag des Auswärtigen Amtes und des Bundesge­sund­heitsministeriums (BMG) sollen 80 Beatmungsgeräte in die besonders schwer von der Pandemie getrof­fene Region Manaus gebracht werden.

Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro erneuerte derweil gestern in Online-Netzwerken seine Kritik an Lock­downmaßnahmen. Der wegen seines Krisenmanagements unter Druck stehende rechtsnationale Prä­­sident sprach sich kürzlich jedoch für eine Beschleunigung der Coronaimpfkampagne in Brasilien aus, nachdem er die Wirksamkeit der Impfungen zuvor immer wieder in Frage gestellt hatte.

Mexiko meldete gestern, dass es die Schwelle von 200.000 Coronatoten überschritten habe. Schon 200.211 Menschen seien an COVID-19 gestorben, erklärte der Chef-Epidemiologe im mexikanischen Gesundheitsministerium, José Luis Alomia. Damit hat Mexiko die weltweit dritthöchste Coronaopferzahl nach den USA und Brasilien. Im Verhältnis zu seiner Bevölkerungszahl belegt es bei den Coronatoten Rang 17.

In Peru wurde gestern die Schwelle von anderthalb Millionen Coronainfektionen überschritten. Mit 7.946 Neuinfektionen binnen eines Tages stieg die Fallzahl auf 1.500.465, wie das Gesundheitsministerium in Lima mitteilte. Die Zahl der Coronatoten in dem 32-Millionen-Einwohner-Land stieg um 175 auf 50.831. © afp/aerzteblatt.de

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