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Deutliche Zunahme der Positivrate an SARS-CoV-2-PCR-Tests

Dienstag, 30. März 2021

/picture alliance, Kyodo

Berlin – Die Datenauswertung der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) zur SARS-CoV-2-PCR-Testung zeigt eine weiter steigende Positivrate. Die Auswertung an der 175 Labore aus dem ambulanten und stationären Bereich teilgenommen haben, zeigen für die zwölfte Kalenderwoche (22. März bis 28. März 2021) eine Positivrate von 9,5 Prozent (Vorwoche: 8,3 Prozent).

Insgesamt fielen in der vergangenen Woche von den durchgeführten 1.279.394 (Vorwoche: 1.196.364) SARS-CoV-2-PCR-Tests 121.787 Tests positiv aus (Vorwoche: 98.762). Das ist eine Steigerung um 23 Prozent.

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Wie seit einigen Wochen beobachtet und vorhergesehen, nehmen die SARS-CoV-2-Neuinfektionen weiterhin deutlich zu – und der Anteil der britischen Variante B.1.1.7 ebenso, mancherorts liegt er bei deutlich über 80 Prozent der diagnostizierten Fälle.

„Wir alle sollten uns und unsere Mitmenschen weiterhin diszipliniert vor Ansteckungen schützen“, betonte Michael Müller, 1. Vorsitzender des ALM. Er rät weiterhin zur Beachtung der bekannten und auch gegenüber den Varianten wirksamen wesentlichen Maßnahmen: Kontaktreduzierung, Hygiene, Abstand halten, Maske tragen.

„Die Variante B.1.1.7 hat sich rasch ausgebreitet und gegen andere Varianten durchgesetzt. Deshalb ist es in der jetzigen Phase der Pandemie ganz wichtig, dass wir nicht müde werden, die AHA + L-Regeln einzuhalten“, betonte Jan Kramer, Vorstand im ALM sowie Facharzt für Laboratoriumsmedizin und Internist.

Neben der Verstärkung der Impfanstrengungen und der konsequenten Umsetzung der Nationalen Test­strategie mit breiter und niedrigschwelliger Testung liege es weiterhin in der Hand jedes Einzelnen, wie sich die Coronapandemie weiterentwickele.

Das breite Testen, auch bei asymptomatischen Personen, könne zusammen mit konsequent umgesetzten Hygiene- und Infektionsschutzkonzepten eine Ergänzung bei der Bewältigung der Pandemie sein, beto­nen die Vorstände des ALM. Allerdings müsse den nutzenden Personen auch entsprechend kommu­ni­ziert werden, dass die SARS-CoV-2-Antigentests und auch Selbsttests nur eine Momentaufnahme mit einer Gültigkeit am Untersuchungstag darstellen.

Evangelos Kotsopoulos, ebenfalls Vorstand im ALM e.V., wies noch einmal darauf hin, dass positive Antigentests – ob von medizinischem Personal durchgeführt oder durch die Testperson selbst – stets direkt durch eine PCR-Untersuchung im Labor zu bestätigen sind. Dass die PCR-Testkapazitäten hierfür auch über die Osterfeiertage ausreichen, darauf hätten sich die Akkreditierten Labore eingestellt, ähnlich wie bereits zu Weihnachten und Neujahr 2020. © EB/aha/aerzteblatt.de

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Avatar #831974
BB-DD
am Mittwoch, 31. März 2021, 15:29

@Abahachi

Sie werden mir jetzt sicherlich noch Informationen liefern, wie lange das SARS-Cov2-Virus im PCR-Test nachweisbar ist, wie mit den Tests zwischen gerade neu erworbener Infektion oder bereits abklingender Krankheit bzw. asymptomatisch verlaufener Infektion unterschieden wird, ob und wie das in den Meldezahlen Berücksichtigung findet, wenn "Neuinfektionen" berichtet werden. Sie werden mir sicherlich auch eine plausible Erklärung für Sprünge in den täglichen Meldungen zum Nachweis von "Infektionen" liefern und bestimmt auch erläutern, wie sichergestellt wird, dass die Vortestwahrscheinlichkeit und somit dann die Positivrate nicht bereits ohne Zutun des Infektionsgeschehens geändert wird, wenn die Teststrategie massiv verändert, die Stichprobe vergrößert und zum anderen mit einer Vorauswahl behaftet wird. Dann bitte ich darum, dass Sie mir erklären, welche Aussage zum "Infektionsgeschehen" vor und nach Strategieänderung auf Basis der "Inzidenzen" getroffen werden kann, wenn noch nicht einmal aufgezeichnet wird, wie viele der neu berichteten Infektionsfälle auf PCR-Basis aus der Vorauswahl mittels Antigen-Test stammen und was z.B. ein R-Wert um den Zeitpunkt der Strategieänderung herum für eine Aussagekraft bekommt. Dann werden Sie mir sicher auch noch darlegen, wo die Intensivstationen "vollaufen" und die Hospitalisierungen stark zunehmen. Danach schauen wir, ob Sie Ihren "Fakt" qualitativ und vor allem in seiner dramatischen Quantität belegen können. Vielen Dank.
Avatar #878358
Abahachi
am Dienstag, 30. März 2021, 19:38

@BD-DD

Was soll denn so ein seltsamer Kommentar. Was sollen es denn sonst sein? Altinfektionen? Und natürlich sind das nur gefunden Infektionen, Hellsehen kann ja niemand. Was soll das aber? Wollen Sie durch Formalitäten verharmlosen oder was ist ihr Antrieb für die Wortklauberei? Die Intensivstationen laufen bestimmt nicht voll, weil die Infektionen nicht zunehmen. Egal wie Sie wortklauben oder schön rechnen, Fakt ist, dass das Infektionsgeschehen zunimmt und mehr und mehr Patienten in die Kliniken kommen.
Avatar #831974
BB-DD
am Dienstag, 30. März 2021, 15:41

Formulierungen

Können Sie bitte, liebes Ärzteblatt, endlich einmal auf korrekte Formulierungen achten!
"Wie seit einigen Wochen beobachtet und vorhergesehen, nehmen die SARS-CoV-2-Neuinfektionen weiterhin deutlich zu..."
Punkt 1) Wer sagt, dass es Neuinfektionen sind?
Punkt 2) Sie können nur Aussagen treffen über Fakten, die Sie wissen - also die gefundenen Infektionen.
Also müsste die Aussage korrekt heißen: Die neu gefundenen Infektionen nehmen zu.
Was ist das aber auch eine Erstaunlichkeit, wenn man die Vortestwahrscheinlichkeit für den PCR-Test durch Millionen Antigentests stark erhöht. Den Effekt kann man sogar klar in den Statistiken sehen: CODAG-Bericht Nr. 11 (Kauermann et al., LMU München - mit herzlichem Dank an diese um Aufklärung bemühten Wissenschaftler).
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