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Ärzteschaft

Start der Coronaimpfungen in Bayerns Praxen

Mittwoch, 31. März 2021

/picture alliance, Peter Kneffel

München – In Bayern impfen niedergelassene Ärzte von heute an gegen COVID-19. „Wir haben alles dafür getan, um noch vor Ostern mit den Impfungen bei den Hausärzten durchzustarten. Das ist ein wichtiges Signal“, sagte Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­ter Klaus Holetschek (CSU).

1.635 Arztpraxen hätten sich bayernweit bereit erklärt, schon heute mit dem Impfen zu beginnen. „Wir haben dafür aus unseren vorhandenen Lieferungen rund 33.000 Impfdosen von Astrazeneca bereit­ge­stellt. Das entspricht etwa 20 Impfdosen pro Praxis. Es ist zwar nur eine kleine Menge, aber damit können wir schon jetzt in den nächsten Gang schalten“, sagte der Minister.

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Für die Zeit nach Ostern hätten bislang rund 8.500 Praxen ihre Bereitschaft erklärt, gegen Corona zu im­pfen. „Das ist ein großartiges Engagement, und ich gehe davon aus, dass mit zunehmenden Liefer­men­gen auch die Zahl der Impfungen deutlich steigen wird“, sagte Holetschek.

Die Bayerische Lan­des­ärz­te­kam­mer begrüßte den Impfstart. „Endlich wurden die niedergelassenen Ärzte in die Impfkampagne der Landesregierung miteingebunden und damit wird mehr Flexibilität in der Impf­priorisierung erreicht“, sagte deren Präsident, Gerald Quitterer.

Zunächst werden in Bayern mehrheitlich Hausärzte die Impfung anbieten. „Sobald den Niedergelassenen im Laufe des April mehr Impfstoff zur Verfügung steht, impfen auch die Fachärzte. Die zahlreichen Rück­meldungen von unseren Mitgliedern, an diesem bayerischen Impfstart mitwirken zu wollen, unter­streicht zum wiederholten Mal das riesige Engagement unserer Ärzte im Kampf gegen COVID-19“, er­klärten Wolfgang Krombholz, Pedro Schmelz und Claudia Ritter-Rupp für den Vorstand der Kassen­ärztlichen Vereinigung Bayerns.

Für Wolfgang Ritter, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des bayerischen Hausärzteverbandes, ist der Impfstart in Bayern ein „gutes und hoffnungsvolles Signal im Kampf gegen die Coronapandemie“.

„Wir werden zunächst denjenigen Patienten ein Impfangebot machen, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Vorerkrankungen zu den vulnerablen Gruppen gehören. Wir bitten deshalb alle anderen Patienten, sich noch zu gedulden. Aber jeder, der sich impfen lassen will, wird diesen Schutz zeitnah bekommen“, sagte er.

Auch die bayerischen Fachärzte stehen bereit, die Impfkampagne zu unterstützen. Darauf weist der baye­rische Facharztverband (BFAV) hin. „Wir betreuen mit unserem Fachwissen chronisch kranke Risiko­patien­ten, die sich ihre Impfung gerne durch den vertrauten Facharzt verabreichen lassen wollen“, er­läuterte die BFAV-Vorsitzende Ilka Enger.

Laut Hans-Peter Hubmann, Erster Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbandes, war die Organisa­tion für den Impfstart für Apotheker „ein Kraftakt, der sich aber gelohnt hat.“ „Die Logistik in unseren Apotheken vor Ort für die Impfung in den Hausarztpraxen steht – es kann losgehen“, betonte auch Thomas Benkert, Präsident der Bayerischen Landesapothekerkammer.

Die Praxen erhalten den Impfstoff über den pharmazeutischen Großhandel und die Apotheken. Der Groß­­handel erhält die Lieferungen aus dem Zentrallager des Bundes oder vom Hersteller. Die Termine vergeben die Praxen selbst.

Zunächst werden die Ärzte Patienten von sich aus kontaktieren und zur Impfung einladen. Dabei versor­gen sie zunächst schwerpunktmäßig immobile Patienten in der eigenen Häuslichkeit sowie Personen mit Vorerkrankungen, die ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung haben.

„Grundsätzlich ist eine Flexibilisierung der Impfpriorisierung wichtig, um noch mehr Tempo ins Impfen zu bekommen“, sagte Holetschek. Die Praxen bitten darum, von Anrufen abzusehen. Wer sich beim Arzt impfen lässt und sich zuvor im Onlineportal BayIMCO registriert hat, sollte sich dort selbst wieder abmelden. © hil/aerzteblatt.de

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