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Ausland

Schweden und Italien verlängern Coronamaßnahmen

Donnerstag, 1. April 2021

Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven. /picture alliance, TT NEWS AGENCY, LORENTZ-ALLARD ROBIN, Aftonbladet

Stockholm – Schweden und Italien verlängern aufgrund hoher und steigender Neuinfektionszahlen die Beschränkungen in der Coronakrise.

In Schweden müssen Restaurants, Kneipen und Cafés unter anderem weiter um 20.30 Uhr schließen, dürfen danach aber weiter Essen und Getränke zum Mitnehmen anbieten, wie Regierungschef Stefan Löfven gestern Nachmittag auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekanntgab.

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Die Beschränkungen der Besucher- und Kundenanzahl in Einkaufspassagen, Geschäften und Fitness­studios gelten ebenfalls länger. „Damit wir einen normalen Alltag bekommen, müssen wir die Infektions­ausbreitung herunterbringen“, sagte Löfven. „Es darf keine großen Osterfeiern geben.“ Die Maßnahmen wären planmäßig am 11. April ausgelaufen.

Schweden hat seit Mitte Februar aber einen kontinuierlichen Anstieg seiner Neuinfektionszahlen erlebt, sie lagen zuletzt etwa dreimal so hoch wie in Deutschland. Die Entwicklung gehe in die falsche Rich­tung, weshalb die Maßnahmen noch eine Weile beibehalten werden müssten, sagte Sozialministerin Le­na Hallengren. Die Gesundheitsbehörde Folk­hälsomyndigheten plant, dass die Maßnahmen nun vorläu­fig bis zum 3. Mai weiter gelten werden.

Das skandinavische EU-Land war in der Coronakrise einen Sonderweg mit vergleichsweise wenigen und milden Beschränkungen sowie stärkeren Appellen an die Vernunft der Bürger gegangen. Aber auch in Schweden wurden bestimmte Coronamaßnahmen eingeführt – nur eben nicht so weitreichende wie in Deutschland und anderen EU-Ländern.

Die italienische Regierung hat ihre Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus bis Ende April verlängert. Eine Lockerung der Maßnahmen könne beschlossen werden, wenn die Infektionszahlen und der Fortschritt der Impfkampagne es zuließen, hieß es in einem Regierungsbeschluss gestern Abend. Die Regelung erlaubt es Schulen, jüngeren Kindern Präsenzunterricht anzubieten und macht Impfungen für Gesundheitspersonal verpflichtend.

Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die sich nicht impfen lassen möchten, können künftig soweit möglich auf Stellen versetzt werden, an denen möglichst keine Ansteckungen stattfinden können.

Für das Osterwochenende hatte die Regierung bereits das gesamte Land zur „roten Zone“ erklärt, in der besonders strenge Maßnahmen gelten. Zwischen dem 7. und dem 30. April gelten alle Regionen ent­weder als „rot“ oder als „orange“. In letzteren Regionen gelten etwas weniger strenge Auflagen.

Die talienischen Behörden meldeten am Mittwoch 467 neue Coronatote und mehr als 23.000 Neuinfek­tionen. Seit Beginn der Pandemie sind in Italien 110.000 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #710751
DocAge
am Donnerstag, 1. April 2021, 19:22

an oder mit

Bei allem Respekt gegenüber den Toten: dieses unsägliche "an oder mit Corona gestorben" ist doch nicht mehr tragbar. Es ist doch immanent wichtig, ob jemand AN Corona oder eben NICHT AN Corona verstorben ist. Schließlich werden auch diese Zahlen zur Begründung von Corona Restriktionen herangezogen.
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