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Freie Berufe in Coronakrise oft hart getroffen

Dienstag, 6. April 2021

/nmann77, stock.adobe.com

Berlin – Für Solo-Selbstständige in den Freien Berufen hat die Coronakrise einem Bericht zufolge oft­mals weitreichende Folgen. Für 37,7 Prozent von ihnen verlief das Jahr 2020 schlecht oder sehr schlecht, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe vorgestern unter Berufung auf eine Umfrage des Instituts für Freie Berufe berichteten. Für 19 Prozent der Solo-Selbstständigen in diesem Bereich ist der bisher ent­standene wirtschaftliche Schaden demnach existenzbedrohend.

Zu den Freien Berufen gehören viele verschiedene Tätigkeiten. Unter anderem zählen Ärzte und Tier­ärz­te, Rechtsanwälte und Notare, Architekten, Hebammen und Journalisten dazu. „Teile der Freien Berufe ar­beiten weit über Anschlag, um die Folgen der Pandemie abzuwehren, demgegenüber bleibt die Lage bei anderen Freiberuflern heikel“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB), Wolfgang Ewer, den Zeitungen.

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„Besonders groß ist die Herausforderung für Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern.“ Für Freiberufler mit bis zu fünf Mitarbeitern ergab die Umfrage laut dem Bericht, dass 26,1 Prozent das vergangene als wirtschaftlich schlecht bis sehr schlecht einschätzen. 7,1 Prozent sehen den Fortbestand ihres Unternehmens bedroht.

Coronahilfen beantragten demnach im vergangenen Jahr vier von zehn Freiberuflern. Dabei stolperten viele über Probleme bei der Beantragung: Vor allem die Bedingungen zum Erhalt der Hilfe seien der Um­frage zufolge unklar gewesen. Am zweithäufigsten hätten Freiberufler als Problem genannt, dass sie keine passende Hilfe finden konnten.

Die Bedingungen für Coronahilfen müssten „verständlich, präzise und trennscharf“ formuliert werden, fordert deshalb Ewer. Zudem müsse die Politik Perspektiven aufzeigen und durch Verlässlichkeit Zuver­sicht geben – „gerade weil die Krise mehr und mehr an die Substanz geht und Reserven aufgezehrt wer­den“. © afp/aerzteblatt.de

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