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Politik

Öffentlicher Gesamthaushalt mit höchstem Defizit seit Wiedervereinigung

Mittwoch, 7. April 2021

/eyetronic, stockadobecom

Wiesbaden – Der öffentliche Gesamthaushalt hat im vergangenen Jahr das höchste Finanzierungsdefizit seit der Wiedervereinigung verzeichnet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden heute mitteilte, ergab sich ein Defizit von 189,2 Milliarden Euro. Dabei handelt es sich um das erste Defizit seit 2013. Im Vorjahr war noch ein Überschuss von 45,2 Milliarden verzeichnet worden.

Der Bundesbehörde zufolge stiegen die Ausgaben des Öffentlichen Gesamthaushalts um 12,1 Prozent auf 1678,6 Milliarden Euro, während die Einnahmen um 3,5 Prozent sanken.

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Die gestiegenen Ausgaben ließen sich durch die gestiegenen Zuweisungen und Zuschüsse infolge der Coronapandemie erklären: Demnach gingen rund 17,8 Milliarden Euro an Coronahilfen vom Bund an die Länder. Rund 13 Milliarden Euro seien an den Gesundheitsfonds geflossen, aus dem die Krankenkassen Leistungen für Versicherte finanzieren.

Gleichzeitig seien die Einnahmen des öffentlichen Gesamthaushalts aus Steuern und ähnlichen Abgaben zurückgegangen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge sanken die Steuereinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf 1308,4 Milliarden Euro. Allein beim Bund seien die Einnahmen aus Steuern innerhalb eines Jahres um 11,5 Prozent auf 315,8 Milliarden Euro gesunken.

Die Berechnungen der Statistiker basieren auf vorläufigen Ergebnissen der Kern- und Extrahaushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden. Auch die Ergebnisse der Sozialversicherung sowie der EU-Anteile im Rahmen der vierteljährlichen Kassen­statistik wurden einbezogen. © afp/aerzteblatt.de

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BB-DD
am Mittwoch, 7. April 2021, 17:02

Da passt was nicht!

"Der Bundesbehörde zufolge stiegen die Ausgaben des Öffentlichen Gesamthaushalts um 12,1 Prozent auf 1678,6 Milliarden Euro..."
--> Also von 1497.4 Mrd auf 1676.6 Mrd., macht ein Plus von 181.2 Mrd.
"Die gestiegenen Ausgaben ließen sich durch die gestiegenen Zuweisungen und Zuschüsse infolge der Coronapandemie erklären:...17,8 Milliarden Euro an Coronahilfen,...13 Milliarden Euro ... Gesundheitsfonds"
--> Macht zusammen 30.8 Mrd. Euro.
Was ist mit dem "kleinen Rest" von 150.4 Mrd. Euro?
Zuschüsse und Coronahilfen erklären mithin 17 % der Mehrausgaben. Frage doch mal einer bei afp nach, ob wir verschaukelt werden sollen.
Destatis zufolge hat der Bund seine Ausgaben von 397.0 auf 511.7 Mrd., sprich um 28.9 % (114.7 Mrd.) erhöht und mit einem Defizit von 129.9 Mrd. auch den größten Anteil an den Schulden. Die Länder hatten um 16.8%, die Gemeinden um 6% höhere Ausgaben.
Beim Bundesfinanzministerium findet man eine Tabelle mit Ausgabenposten: Größte Position in puncto absoluter Steigerung: Soziale Sicherung (+41 Mrd. / +23 %). Größte Zuwachsrate: "Gesundheit, Umwelt, Sport und Erholung" +540 % (+16 Mrd) und "Finanzwirtschaft" + 138% (28 Mrd.), wobei im Wortbericht der Klimafonds (Sondervermögen) mit 27.6 Mrd betitelt wird. Immerhin auch insgesamt 8 Mrd. mehr für Auswärtige Angelegenheiten, wirtsch. Zusammenarbeit und Verteidigung (+3.5 Mrd) schlagen zu Buche.
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