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Politik

Chronische Erkrankungen bei Kindern bleiben oft bis ins Erwachsenenalter bestehen

Mittwoch, 7. April 2021

/kwanchaichaiudom, stock.adobe.com

Berlin – In Deutschland leidet rund jedes sechste Kind zwischen 0 und 17 Jahren an einer chronischen Erkrankung. Für viele von ihnen ist die Erkrankung mit ihren Folgen auch im Erwachsenenalter noch von Bedeutung. Das zeigt eine neue Auswertung der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutsch­land (KiGGS), die im Journal of Health Monitoring erschienen ist (2021; DOI: 10.25646/7912).

In der Längsschnittkomponente dieser Studie, der KiGGS-Kohorte, werden 17.640 Kinder und Jugend­liche, die in den Jahren 2003 bis 2006 an der KiGGS-Basiserhebung teilgenommen hatten, bis ins junge Erwachsenenalter hinein befragt und untersucht.

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Eine neue Auswertung dieser Studienpopulation im Rahmen der Untersuchungsreihe „KiGGS Welle 2“ zeigt nun: Von denjenigen Kindern und Jugendlichen, für die zur Zeit der KiGGS-Basiserhebung eine ärztliche Asthmadiagnose vorlag, waren 65 Prozent rund zehn Jahre später beschwerdefrei.

„Das bedeutet, dass etwas mehr als ein Drittel der Kinder und Jugendlichen (35 Prozent, 95 Prozent-KI: 27 Prozent – 44 Prozent) auch zum Zeitpunkt von KiGGS Welle 2 noch von Asthma betroffen war be­ziehungsweise Asthmamedikamente angewendet hatte“, berichten die Autoren.

Von den Kindern und Jugendlichen mit Adipositas zur Zeit der KiGGS-Basiserhebung hatten knapp über die Hälfte etwa zehn Jahre später keine Adipositas mehr. „Das bedeutet, dass etwas weniger als die Hälfte der Teilnehmenden auch noch rund zehn Jahre später eine Adipositas aufweisen (Persistenz)“, so die Autoren.

Für etwas mehr als ein Drittel der Kinder und Jugendlichen mit elternberichteter ADHS-Diagnose zur Zeit der KiGGS-Basiserhebung wurde diese auch rund zehn Jahre später in KiGGS Welle 2 erneut berichtet.

Laut den Autoren entwickelten nur wenige Teilnehmende der KiGGS-Basiserhebung im Verlauf der nach­folgenden gut zehn Lebensjahre eine dieser chronischen Erkrankungen neu, nämlich 2,4 Prozent ADHS, 3,4 Prozent Asthma und 5,1 Prozent Adipositas.

„Dieses Ergebnis verweist unter anderem auf die Notwendigkeit für früh einsetzende Präventions­maß­nahmen, um der Entstehung dieser potenziell chronisch verlaufenden Krankheiten im Kindes- und Jugendalter vorzubeugen“, so die Autoren. © hil/aerzteblatt.de

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