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Ärzteschaft

Biontech stellt bedruckbare Etiketten für Impfausweise bereit

Donnerstag, 8. April 2021

/picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Francois Mori

Berlin – Der Impfstoffhersteller Biontech/Pfizer hat den Arztpraxen mit der ersten Impfstofflieferung diese Woche einmalig einen Bogen mit 120 Klebeetiketten für Impfausweise bereitgestellt. Darauf hat die Kassen­ärzt­liche Bundesvereinigung (KBV) heute aufmerksam gemacht.

Sie erläuterte für die Anwendung in den Arzrpraxen, dass die Aufkleber noch mit der jeweiligen Char­gen­nummer des Impfstoffes bedruckt werden müssten. Dazu liege eine Anleitung bei.

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„Zum Bedrucken der vorgefertigten Etikette geben Praxen den auf der Anleitung angegebenen Link in den Browser ihres Rechners ein“, erklärt die KBV.

Auf der sich öffnenden Internetseite stehe eine Druck­vorlage mit leeren Etiketten bereit, in der Ärzte die Chargennummer eintragen und diese anschließend auf dem mitgelieferten Etikettenbogen ausdrucken könnten. Dazu könne ein normaler Drucker verwendet werden.

„Da bei den Impfstickern die Gefahr von Fälschung besteht, wird darum gebeten, die Etikettenbögen sicher aufzubewahren“, so die KBV weiter. Wenn kein weiterer Bedarf für die Etikettenbögen bestehe, sollten diese unbrauchbar gemacht und entsorgt werden.

Eine Auslieferung der Etikettenbögen ist nach Angaben der KBV nur einmalig möglich gewesen. Weitere Bögen mit klebbaren Etiketten zum Selbstbedrucken können Praxen im Webshop von Biontech kostenfrei bestellen. Bei Fragen können sich Praxen telefonisch an den Kundenservice von Biontech wenden (Tel. 06131/9084-0). © EB/aerzteblatt.de

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Avatar #739483
kreutzer3@freenet.de
am Dienstag, 13. April 2021, 14:20

Unvermögen wird hier großgeschrieben

Biontech Webshop überlastet, Servicehotline völlig hilflos und planlos,
die Sticker für die Impfausweise sind nicht zu bekommen, eine
Firma forscht und entwickelt Impfstoff und kann nicht einmal Klebeetiketten für die Impfausweise liefern, macht aber Milliarden Gewinn, wir dummen Ärzte sollen jetzt selbst drücken und ausschneiden,
Avatar #752139
weiffenj
am Freitag, 9. April 2021, 06:25

von wegen...

Ich habe von meiner Apotheke keine dieser bedruckbaren Etiketten erhalten. Die Folge: für die 36 Impfungen, die ich gestern durchgezogen habe, saß eine MFA den halben Vormittag dran und hat Impfausweise ausgefüllt. Wenn das so weiter geht, stelle ich das Impfen einfach wieder ein.
Avatar #661992
aragon09
am Donnerstag, 8. April 2021, 23:08

Absolute Frechheit

Jetzt sollen wir Niedergelassenen Etiketten der Industrie noch selbst ausdrucken! Neben dem erhöhten Zeitaufwand für die Aufbereitung des Impfstoffes und der Nachbeobachtung der Patienten ein weiterer Zeitfresser, der weder vergütet wird noch technisch so erforderlich ist. Jeder andere Impfstoff kommt bereits etikettiert, warum soll das hier nicht möglich sein?
Avatar #41031
kknoop
am Donnerstag, 8. April 2021, 20:58

Enttäuschung und Ohrfeige

Das Vorgehen von Biontech mit den Etikett-Aufklebern ist eine Frechheit und Ohrfeige für uns Niedergelassene, die mit großer Motivation, aber eben auch zeitlich stark belastet in die Impfungen einsteigen. Ein zusätzlicher Arbeitsschritt, der mich heute 30 Minuten gekostet hat. Denn natürlich werden die Chargennummern nicht passgenau in die Etikettfelder gedruckt, sondern es braucht viele Anläufe, bis es klappt. Gestern war die Zeit dafür nicht da - alle Impfausweise wurden handschriftlich ausgefüllt. Für viele Impflinge eine Enttäuschung, denn so ein kleiner Aufkleber ist ja auch wie ein Echtheits-Zertifikat, das man gerne herumzeigt. Es ist eine absolute Selbstverständlichkeit, dass einem Impfstoff Etiketten beiliegen! Sollen wir Ärzte wirklich über jedes Stöckchen springen, das die Industrie uns hinhält?
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