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Ärzteschaft

„Corona-Impfindex“ liefert tagesaktuelle Zahlen zum Verlauf der Impfkampagne

Freitag, 9. April 2021

/picture alliance, ZUMAPRESS.com, Tpg

Berlin – Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) und die Kassenärztliche Bundes­ver­einigung (KBV) haben einen „Corona-Impfindex“ online gestellt. Das Tool wertet die Daten des Online­meldesystems der KBV und die beim Robert-Koch-Institut (RKI) eingehenden Meldungen der Impfzent­ren aus. Ziel ist es, den Impffortschritt in den Arztpraxen und Impf­zentren tagesaktuell vergleichen zu können.

„Die Zahlen zeigen sehr deutlich, dass die Musik bei den Coronaimpfungen jetzt in den Arztpraxen spielt und die Kollegen dort die Impf-PS schnell, sicher und unbürokratisch auf die Straße bringen“, erklärte KBV-Vorstandsvorsitzender Andreas Gassen.

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Demnach wurden laut Corona-Impfindex bereits einen Tag nach dem flächigen Start der Coronaimpf­kam­­pagne in den Arztpraxen vorgestern 306.000 Impfungen gegen das SARS-CoV-2 dokumentiert, ges­tern knapp 326.000.

Damit liegen die Arztpraxen bereits auf dem Niveau der 433 Impfzentren in Deutschland. Diese hatten vorgestern rund 350.000 Dosen verabreicht. „Zwei Tage nach dem Start in den Arztpraxen haben diese schon mehr als zwei Drittel der Impfdosen verimpft“, sagte der Zi-Vorstandsvorsitzende Dominik von Stillfried.

Für Mai erwartet die KBV dann eine Größenordnung von vier Millionen Dosen und mehr pro Woche in den Praxen, um für einen raschen Schutz der Bevölkerung zu sorgen. „Was zählt, ist jetzt: Impfen, impfen und nochmals impfen, damit wir rasch eine Herdenimmunität bekommen“, machte KBV-Chef Gassen deutlich.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) blickte heute positiv auf den Einstieg der Hausarztpraxen in die Coronaimpfungen. „Beim Impfen sind wir auf einem guten Weg. In den vergangenen Tagen wurden so viele Menschen geimpft, wie nie zuvor“, sagte Spahn in Berlin. Er zeigte sich zufrieden mit dem Start der Kampagne in den Praxen.

Stand heute Morgen hätten 14,7 Prozent der Deutschen eine erste Impfung erhalten. Insgesamt verab­reicht wurden laut Spahn seit dem Start der Impfkampagne im Dezember damit rund 17 Millionen Impf­dosen. In den ersten zwei Wochen würden die Arztpraxen mit dem Impfstoff von Biontech beliefert, be­kräftigte Spahn.

Ab Mitte April gebe es etwa zur Hälfte Biontech und zur Hälfte Astrazeneca, später auch den Impfstoff von Johnson & Johnson. Biontech liefere bisher sehr verlässlich und auf den Wochentag genau. Das habe man bei den anderen Herstellern noch nicht erreicht, hier sei teils nur die Lieferwoche bekannt, nicht aber der Tag.

Spahn bekräftigte außerdem, dass das Risiko, dass vollständig Geimpfte das Virus weitergeben, noch geringer ist als bei negativ Getesteten. „Das heißt, wir können jeden, der die zweite Dosis erhalten hat zwei Wochen später so behandeln, als hätte er gerade aktuell einen negativen Test gemacht.“ Das sei kein Privileg oder Sonderrecht. „Jeder kann sich kostenlos testen lassen.“ © hil/sb/dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #760232
penangexpag
am Sonntag, 11. April 2021, 10:17

Gut Ding will Weile haben

Liebe Blume, ich will hier keine Gemeinplätze ablassen - dennoch sei erinnert : die Königin der Statistik ist die 1.GROSSE Anzahl und 2. die genaue Spezifizierung der Kohorten. Beides steht eben leider zu Anfang von Impfkampagnen - deren Start von der Sorge um die große Zahl (!) der zu schützenden Menschen bestimmt wird - noch nicht zur Verfügung. Das ändert sich jetzt zunehmend. Jedenfalls was (1), also die Anzahl betrifft. Viel schwieriger ist (2), die genaue Spezifizierung - und DAS ist es, was Sie, völlig zu recht, zu wissen wünschen. Die Bemühungen um die genaue Spezifizierung ist von den Polemikern als Bürokratie-Monster diffamiert worden, jedenfalls was die Impfzentren betrifft. Jetzt kommen die Praxen mit ihren viel differenzierteren Kenntnissen bezüglich ihrer zu impfenden Patienten ins Spiel. Das läßt hoffen, auch Sie. Aber schon bahnt sich Unheil an.Denn von den Praxen kommt, jedenfalls teilweise, die "Bürokratie-Klage", was nichts anderes bedeutet als daß man sich um die Erfassung eines differenzierten Parameterspektrums herumdrücken will. Aber selbst wenn das nicht zu häufig geschieht - alles braucht seine Zeit, vor allem qualifizierte Datenerfassung. So wie ich ihren Fall sehe kann man nur raten : bis dahin abwarten und vor allem KONTAKTUNTERLASSUNG, so schwer es auch fällt.
Und DANN ggf. impfen lassen. Jedenfalls sehe ich das so.
Avatar #830245
Hortensie
am Samstag, 10. April 2021, 12:26

Eine Statistik fehlt: Die Statistik über die schwereren Impfzwischenfälle für JEDEN Impfstoff

Ich würde mich gern impfen lassen.
Ich hatte aber schon mind. eine Sinusvenenthrombose, eine Mikroembolie und mehrere Anaphylaxien.
D. h. ich will VOR einer Impfung wissen, welche Impfstoffe zu welchen schwereren Zwischenfällen geführt haben, wie häufig diese auftraten, bei welchen Personen (Alter, Geschlecht, etc.) usw.
Wo findet man die Statistiken, die dazu etwas aussagen?
Es gibt doch sicher noch mehr Menschen, die wie ich früher schon einmal eine Embolie, eine (Hirnvenen-)Thrombose oder eine Anaphylaxie hatten und die sich auch erst dann für einen Impfstoff entscheiden wollen, wenn sie ausreichend informiert sind.

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