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Politik

Impfstoffforschung: Karliczek plädiert für neue Agentur

Freitag, 9. April 2021

/3D generator,stock.adobe.com

Berlin – Bun­des­for­schungs­minis­terin Anja Karliczek (CDU) hat eine Agentur für die Entwicklung neuer Impfstoffe in Deutschland gefordert. „Jedes Zögern wäre unverzeihlich“, schrieb Karliczek in einem heute veröffentlichten Gastbeitrag für das Handelsblatt.

Aktuell liege der Fokus auf der Bekämpfung der Pandemie, es sei aber wichtig, schon jetzt die „notwen­digen Schlussfolgerungen aus der Pandemie“ zu ziehen. Die Agentur soll demnach Impf- und Wirkstoffe entwickeln, um bei Bedarf schnell in Produktion gehen zu können.

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Die Forschungsministerin schlug für den Aufbau der Agentur ein Budget von 50 Millionen Euro im lau­fenden Jahr vor. Nach der Aufbauphase solle der Agentur ein Jahresbudget von rund einer Milliarde Euro zur Verfügung stehen, forderte Karliczek. Dabei sollten die Forscher unabhängig von politischer Ein­flussnahme arbeiten.

„Der Staat gibt das Ziel vor, aber der beste wissenschaftliche Weg, um dieses Ziel zu erreichen, muss von den für die Agentur tätigen Wissenschaftlern und Pharmaexperten bestimmt werden können“, schrieb Karliczek.

Die Bundesregierung verwies heute zudem auf Schwerpunkte für die Gesundheitsforschung. „Forschung und Wissenschaft sind der wesentliche Schlüssel zur Bewältigung einer Pandemie“, erklärte Karliczek. So solle der Arzneimittel- und Impfstoffentwicklung in Deutschland in Zukunft ein höherer Stellenwert ein­geräumt werden.

Der Bund stelle deshalb Mittel für die Förderung von Infrastruktur wie etwa einer deutschlandweiten Pro­bandendatenbank für Impfstoffstudien oder einem Entwicklungsprogramm für neue Behandlungs­an­sätze zur Verfügung. „Unser Ziel ist es, dass Impfstoffe und Medikamente wieder maßgeblich in Deutsch­land und Europa entwickelt und produziert werden“, erklärte Karliczek. © afp/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #760232
penangexpag
am Sonntag, 11. April 2021, 13:58

2haeschen am Sonntag, 11. April 2021, 11:19

Sie können es an den Fällen mit Sinusvenenthrombose sehen : Die Frage ist, welche speziellen Vorerkrankungen und sonstige Patientenmerkmale könnten, neben dem Impfstoff, eine Rolle gespielt haben, die ist es, die geklärt werden müßte und dazu braucht man eben alle diese Parameter. Die liegen im Prinzip ja bei den behandelnden (Haus)-Ärzten vor. Aber für die statistische Auswertung müssen sie ja irgendwo zusammenlaufen - und das geht natürlich nicht von alleine und das bedeutet : organisatorischen Aufwand, auch wenn der gute Wille in den Praxen da ist/wäre. D.h. diese o.g. Daten werden oft /meist (?) nicht zur Auswertung gelangen. Das meinte ich mit versanden jener patientenspezifischen Daten. Hier in dieser Ausgabe des DÄ wird auch auf einen diesbezüglichen Vorschlag (zentrale Datenbank) der Forschungsministerin hingewiesen. Sicher ein sinnvolles Vorhaben. Aber es muß natürlich auch umgesetzt und dann mit Zulieferung der Daten funktionsfähig gemacht werden. Mal sehen, was draus wird.
Avatar #789658
2haeschen
am Sonntag, 11. April 2021, 11:19

@penangexpag

Welche Daten meinen Sie, könnten versanden?
Avatar #760232
penangexpag
am Sonntag, 11. April 2021, 10:35

Zentrale Datenerfassung: JA, zentrale Forschung: vielleicht

zit.("....Der Bund stelle deshalb Mittel für die Förderung von Infrastruktur wie etwa einer deutschlandweiten Pro­bandendatenbank für Impfstoffstudien .....zur Verfügung..") - so der Vorschlag der Ministerin.
Ob es einer neuen Forschungsinstitution bedarf könnte man bezweifeln, etwa angesichts der Entwicklung bei BionTech. Könnte man, muß man aber nicht. Was aber auf jeden Fall sinnvoll ist, das ist der i.o. Zitat gemachte Vorschlag. Denn jetzt gilt es, möglichst alle Informationen aus den geimpften Kohorten zu ziehen. Bedenkt man, daß jetzt ein großer Teil in Arztpraxen geimpft wird, dann beschleicht einen die Sorge, daß die wichtigen Daten in der Menge dieser Erwerbsbetriebe versanden. Eine zentrale Institution, die sich um das Einsammeln kümmert, wäre daher zweckmäßig. Wird ein schwieriger Weg werden. Dennoch!
Avatar #877205
Wasweißichdennschon
am Samstag, 10. April 2021, 15:01

Impfstoff - Agentur

Die Frage ist : Bei wem steht Frau Karliczek im Sold?
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