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Protest in mehreren Städten für „Zero-COVID“-Stra­tegie

Montag, 12. April 2021

/picture alliance, Jonas Walzberg

Hannover/Berlin – Für strengere Coronamaßnahmen sind vorgestern Menschen in mehreren Städten Deutschlands auf die Straße gegangen. In Bremen und Hannover demonstrierten mehr als 200 Bürger. In Göttingen waren 20 bis 50 Menschen bei einer „Zero-Covid“-Demo auf der Straße, wie eine Polizei­spre­cherin sagte. In Berlin beteiligten sich am Nachmittag rund zwei Dutzend Menschen an einer Kundge­bung vor dem Hauptgebäude der Charité. In Düsseldorf zählte die Polizei etwa 70 Teilnehmer.

In Deutschland und Österreich waren Aktionen in 30 Städten geplant. Die Veranstalter sprachen vor­ges­tern am späten Nachmittag von insgesamt mehreren tausend Teilnehmern. „Zero-Covid“ ist eine Initiati­ve von Wissenschaftlern, Ärzten, Pflegekräften, Künstlern und anderen Gruppen mit dem Ziel, die Sie­ben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohnern nicht nur auf einen Wert von unter 50 zu drücken, son­dern nahezu auf Null.

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Die Demonstranten forderten unter anderem drei Wochen bezahlte Pause und wandten sich gegen den „Infektionsherd Arbeitsplatz“. Die Profitinteressen der Unternehmen müssten hinter der Gesundheit der Menschen zurückstehen, hieß es in dem Aufruf zu den Kundgebungen.

In Hannover forderten die Demonstranten eine Pandemiepolitik, die auf wissenschaftlichen Erkennt­nis­sen beruhe und Menschen vor Konzernprofite stelle. „Es kann nicht sein, dass das private Leben komplett eingegrenzt wird, während immer noch keine Homeofficepflicht gilt“, hieß es weiter.

Die Mitorganisatorin der Aktionen, Sonja Radde, sagte im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), die De­monstrierenden träten für einen begrenzten, aber konsequenten Lockdown ein. Sie gingen auch davon aus, dass die Einschränkungen dann schneller wieder zurückgenommen werden könnten.

In Potsdam demonstrierte rund ein Dutzend Menschen für mehr Sicherheit in Schulen und Kitas in der Coronakrise. Die Teilnehmer forderten vor dem Landtag unter anderem, die Präsenzpflicht für Schüler bundesweit auszusetzen.

„Man muss Eltern in der Pandemie das Vertrauen entge­genbringen, vom Fürsorgerecht Gebrauch zu machen“, sagte Olaf Balk von der Initiative „Sichere Bildung jetzt!“. Er sprach sich auch für eine Strategie aus, mit der die Zahl der Coronainfektionen drastisch reduziert wird. © dpa/aerzteblatt.de

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