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Ausland

Wirbel um chinesische Coronaimpfstoffe

Montag, 12. April 2021

/picture alliance, Sheldon Cooper

Peking – Äußerungen eines hohen Gesundheitsbeamten Chinas haben Wirbel um die Wirksamkeit chi­nesischer Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 ausgelöst. Der Direktor des chinesischen Zentrums zur Präven­tion und Kontrolle von Krankheiten (CDC), Gao Fu, trat umgehend dem Eindruck entgegen, er habe erst­mals eingestanden, dass chinesische Vakzine einen niedrigen Schutz böten. „Es war ein komplettes Miss­verständnis“, sagte Gao Fu der Zeitung Global Times.

Er habe vielmehr eine „wissenschaftliche Vision“ vorgelegt, dass eine Anpassung der Impfabfolge oder die Vergabe verschiedener Vakzine nacheinander auch Optionen sein könnten, den Schutz zu verstärken.

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„Wie ihre Wirksamkeit verbessert werden kann, muss von allen Wissenschaftlern in der Welt in Erwägung gezogen werden“, betonte Gao Fu in dem Blatt, das vom kommunistischen Parteiorgan Volkszeitung he­rausgegeben wird und als englischsprachiges Sprachrohr dient.

Seine Äußerungen auf einer Konferenz vorgestern in Chengdu hatten viele Reaktionen ausgelöst, weil über chinesische Impfstoffe weniger Daten vorliegen als über westliche Vakzine. Unter dem Punkt „Wege zur Lösung des nicht hohen Schutzes vorliegender Impfstoffe“ hatte Gao Fu nach Angaben der Zeitung The Paper (Pengpai Xinwen) gesagt: „Es ist auch notwendig, Wege zu prüfen, wie der niedrige Schutz bestehender Vakzine angegangen werden kann.“

Kritiker beklagen mangelnde Transparenz bei chinesischen Impfstoffen, die in Deutschland und vielen europäischen Staaten auch noch nicht zugelassen sind. Vor allem werden mehr Daten aus der dritten Phase klinischer Versuche gesucht.

Da China das Coronavirus weitgehend im Griff hat und selbst kaum lokale Infektionen verzeichnet, sind bislang meist nur unterschiedliche Studien aus anderen Ländern veröffentlicht worden, wo die Impf­stoffe zum Einsatz kommen.

Chinesische Impfstoffe werden auf herkömmlichem Wege hergestellt, während beispielsweise die Vak­zi­ne von Biontech/Pfizer oder Moderna auf Grundlage der modernen mRNA-Methode produziert werden. © dpa/aerzteblatt.de

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