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Ausland

US-Kongress berät über Reparationen für Nachfahren versklavter Menschen

Montag, 12. April 2021

/ozerkina, stock.adobe.com

Washington – Der US-Kongress befasst sich übermorgen mit einem Gesetzentwurf zur Prüfung von Re­pa­rationszahlungen an die Nachfahren versklavter Menschen.

Wie der Vorsitzende des Justizaus­schusses im Repräsentantenhaus, Jerrold Nadler, am vergangenen Frei­tag mitteilte, soll es in den Beratungen um die mögliche Schaffung eines Expertengremiums gehen, die Entschädigungsansprüche von Afroamerikanern wegen der Versklavung ihrer Vorfahren prüfen soll.

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Ziel der „historischen“ Beratungen des Justizausschusses in der kommenden Woche sei es, die „nationale Debatte über Antworten auf die brutale Misshandlung von Afroamerikanern“ während der Sklaverei und der Rassentrennung sowie auf den „andauernden strukturellen Rassismus“ voranzubringen, erklärte Nad­ler.

Schwarze in den USA hätten nach wie vor einen schlechteren Zugang zu zahlreichen Lebens­berei­chen wie Bildung und Gesundheit, fügte Nadler hinzu. Dies sei auch ein Erbe der Sklaverei und der staatlich geförderten Diskriminierung von Schwarzen.

Die Ankündigung erfolgte inmitten des Strafprozesses um den gewaltsamen Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Mai des vergangenen Jahres. Hauptangeklag­ter in dem Prozess ist der weiße Polizist Derek Chauvin, dem vorgeworfen wird, Floyd getötet zu haben, indem er ihm minutenlang das Knie in den Nacken drückte, obwohl Floyd wiederholt klagte, dass er keine Luft bekomme.

Die Debatte um mögliche Entschädigungen für die Nachfahren versklavter Schwarzer beschäftigt die USA seit Jahrzehnten. Erstmals eingebracht worden war der Gesetzentwurf zur Schaffung der Experten­kommission bereits vor 30 Jahren.

Die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) begrüßte die Ankündigung des Jus­tizausschusses, sich mit der Vorlage zu befassen. Dies zeige, dass die Abgeordneten „endlich dem Willen jener Millionen Gehör schenken“, die eine Entschädigung der am schwersten von Rassismus und Unter­drückung Betroffenen verlangten. © afp/aerzteblatt.de

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