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Medizin

Verhaltens­aktivierung könnte Therapie von Depressionen unterstützen

Donnerstag, 10. Juni 2021

/hikrcn, stockadobecom

Freiburg – Wissenschaftler der Cochrane Common Mental Disorders Group haben in 2 Reviews untersucht, wie gut eine sogenannte Verhaltensaktivierung bei Erwachsenen mit Depressionen wirkt. Der 1. Review (Cohrane Library 2021; DOI: 10.1002/14651858.CD013305.pub2 ) untersucht die Evidenz zur generellen Wirksamkeit dieser Therapieform, der 2. betrachtet gezielt Patienten, die gleichzeitig unter körperlichen Erkrankungen leiden.

Die Verhaltensaktivierung soll Betroffenen helfen, Aktivitäten wieder aufzunehmen, die ihnen wichtig sind oder ihnen in der Vergangenheit Freude gemacht haben. So wird beispielsweise zusammen mit dem Therapeuten ein Terminplan für die Ausübung der Aktivität festgelegt. Patient und Therapeut überprüfen dann gemeinsam, ob und wie die Aktivitäten ausgeführt wurden und in welchen Situationen eine Anpassung des Verhaltens oder der Aktivitäten hilfreich sein könnte.

In dem 1. Review werteten die Autoren 53 Studien aus. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die verhal­tensaktivierende Therapie eine wirksame Behandlung für Erwachsenen mit Depression sein kann und dass sie eventuell besser wirken könnte als herkömmliche Behandlungsmaßnahmen der Regelver­sorgung.

Aus der Evidenz geht aber nicht hervor, ob die Therapie besser wirkt als medikamentöse Behandlungen oder andere spezifische psychologische Behandlungen. Die Autoren fanden keine Studien, die die Verhaltensaktivierung mit keiner Behandlung, der Behandlung mit Placebo oder mit integrativen Therapien verglichen.

Im 2. Review (Cochrane Library 2021; DOI: 10.1002/14651858.CD013461.pub2) untersuchten die Cochraneautoren die Effekte der Verhaltensaktivierung gegen Depres­sionen bei Erwachsenen mit langwierigen körperlichen Erkrankungen. Dieser Review schloss nur 2 Studien ein: eine mit Menschen, die sich von einem Schlaganfall erholten, und eine andere mit Frauen, die an Brustkrebs litten.

Insgesamt erlaubt die vorhandene Evidenz nach Ansicht der Autoren keine klare Einschätzung der Wirksamkeit der Verhaltensaktivierung für Menschen, die parallel unter Depressionen und langwierigen körperlichen Krankheiten leiden. © hil/aerzteblatt.de

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