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Politik

Impfkapazitäten in Baden-Württemberg größer als vorhandene Impfdosen

Donnerstag, 15. April 2021

Zentrales Impfzentrum Stuttgart, Robert-Bosch-Krankenhaus/picture alliance, Eibner-Pressefoto

Stuttgart – In Baden-Württemberg könnte deutlich mehr geimpft werden als Coronaimpfstoff vorhan­den ist – doch die Liefermengen sollen schon bald zunehmen. Im April wird Baden-Württemberg pro Woche rund 300.000 Dosen Coronampfstoff erhalten, wie ein Sprecher des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums mitteilte. Dem stehen Kapazitäten von bis zu 80.000 täglichen Impfungen in den Impfzentren im Land gegenüber.

In den Praxen der niedergelassenen Ärzte könnten laut einer Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) ebenfalls bis zu 80.000 Impfungen verabreicht werden, so der Sprecher.

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Tatsächlich werden in den Impfzentren derzeit täglich zwischen 40.000 und 45.000 Impfungen verab­reicht. In den Praxen habe es in der ersten Woche nach dem dortigen Impfstart bis einschließlich vor­ges­tern dieser Woche rund 161.000 Impfungen gegeben. Dies entspricht rund 23.000 Impfungen am Tag.

Beim Fortschritt der Impfkampagne spielt neben dem Umfang der Impflieferungen auch die Verteilung und Akzeptanz für die verschiedenen Impfstoffe eine Rolle. In der kommenden Woche erhalten die Impf­zentren laut Ministerium rund 14.400 Dosen von Astrazeneca und rund 287.000 Dosen von Biontech/Pfi­zer.

Für die letzte Aprilwoche betragen die Liefermengen demnach 12.000 Dosen von Astrazenca, 199.000 Dosen von Biontech/Pfizer und 80.400 Dosen des Impfstoffs von Moderna. Der geringe Anteil an Astra­zeneca sei dadurch begründet, dass die Impfzentren hiervon ab Ende April nur noch Dosen für Zweit­impfungen erhielten, alles andere gehe ab nächster Woche an die Hausärzte, so der Sprecher.

Welchen Umfang die Impflieferungen ab Mai haben werden, ist derzeit noch unklar. Genaue Prognosen seien weiterhin schwierig. Das zeige der momentane Stopp bei Johnson & Johnson, hieß es vom Ministerium.

Der US-Hersteller hatte seine Auslieferung an die EU-Staaten vorgestern nach Berichten über Sinus­ve­nenthrombosen verschoben. Für die Zeit ab Mai lägen nur sehr grobe und vorläufige Prognosen vor.
Den­noch rechnet das Ministerium damit, dass die Impfungen „deutlich an Fahrt aufnehmen“.

Man hoffe, dass die bisherigen Prognosen zutreffen und man im Mai und Juni noch deutlich mehr Impf­stoff erhalten werde, so dass die Impfzentren und niedergelassenen Praxen endlich unter Volllast impfen könnten. „Die Infrastruktur dafür ist im Land ohne Zweifel vorhanden“, teilte der Sprecher mit. © dpa/aerzteblatt.de

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