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Ausland

Ärzte in der Türkei protestierten gegen Pandemiepolitik der Regierung

Freitag, 16. April 2021

/picture alliance, Lokman Ilhan

Istanbul – In der Millionenmetropole Istanbul und der türkischen Hauptstadt Ankara haben Ärzte und andere Vertreter von Gesundheitsberufen gegen die Pandemiepolitik der Regierung protestiert.

Dabei kam es gestern im Istanbuler Stadtteil Fatih auch zu Gerangel mit der Polizei, wie auf Videoauf­nahmen zu sehen war. Die Demonstranten hielten Transparente hoch mit der Aufschrift: „Stoppt die Tode“.

Bei einer Presseerklärung forderten die Demonstranten unter anderem einen harten Lockdown und Transparenz von der Regierung. Der Chef der Istanbuler Apothekerkammer, Zafer Cenap Sarialioglu, sagte er sehe kein Licht am Ende des Tunnels. Es stünden schwere Zeiten bevor.

Vorgestern war die Zahl der täglichen Coronaneuinfektionen in der Türkei auf mehr als 60.000 Fälle an einem Tag gestiegen und hatten damit einen neuen Höchststand erreicht. Zudem wurden in dem Land mit rund 84 Millionen Einwohnern 279 Todesfälle an einem Tag im Zusammenhang mit COVID-19 gemeldet.

Angesichts der rasant zunehmenden Coronaneuansteckungen hatte die Regierung die Beschränkungen zum Infektionsschutz diese Woche weiter verschärft. So beginnt die abendliche Ausgangssperre zwei Stunden früher, also schon um 19 Uhr. Restaurants und Cafés dürfen nur Lieferservice anbieten. © dpa/aerzteblatt.de

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