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Ärzteschaft

Sächsisches Fernbehandlungs­modell geht an den Start

Freitag, 16. April 2021

/dpa

Dresden – Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen will mit dem „Sächsischen Fernbehand­lungsmodell“ die Gesundheitsversorgung im Freistaat verbessern. Das Modell geht zunächst in den Pilotregionen Chem­nitz, Sächsische Schweiz/Osterzgebirge und Wurzen/Grimma an den Start und soll Patienten mit unkomplizierten Erkrankungen ein unmittelbares und niederschwelliges Versorgungs­angebot bieten.

„Für die akuten Beschwerden kann der Fernbehandlungsarzt im Rahmen der telefonischen Behandlung eine individuelle Therapieempfehlung aussprechen“, erklärte Sylvia Krug, stellvertretende Vorstandsvor­sitzende der KV Sachsen.

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Sollte sich die Notwendigkeit einer persönlichen Vorstellung des Patienten beim Arzt ergeben, würde der Fernbehandlungsarzt versuchen, einen Termin anzubieten. Sofern notwen­dig, könne auch eine Fach­arztüberweisung erfolgen.

Die Fernbehandlung wird über die Terminservicestelle der KV Sachsen unter der bundeseinheitlichen Rufnummer 116117 vermittelt. Dabei soll das vorgeschaltete standardisierte SmED-Verfahren (Struktu­riertes medizinisches Ersteinschätzungsverfahren in Deutschland) sicherstellen, dass dem teilneh­men­den Arzt ausschließlich Patienten mit geeigneter Indikation vermittelt werden.

Alle für die Fernbehandlung notwendigen Daten werden dem teilnehmenden Arzt auf sicherem elektro­nischem Weg übermittelt, sodass dieser den Patienten in der Regel innerhalb von 30 Minuten telefonisch – oder gegebenenfalls per Videosprechstunde – kontaktieren und die Fernbehandlung durchführen kann.

Das Pilotprojekt wird von den Krankenkassen AOK Plus, IKK classic, DAK-Gesundheit und Knappschaft unterstützt.

„Was wie ein Lerneffekt aus der Pandemie klingt, folgt einer Idee, die bereits seit 2019 existiert: Patien­ten mit leichteren Erkrankungen müssen nicht in die Praxis kommen“, sagte der Vorstands­vorsitzende der AOK Plus, Rainer Striebel.

Lange Wartezeiten könnten so entfallen, die Ansteckungsgefahr würde verringert. „Wie gut so eine Idee funktioniert, hat sich mit der pandemiebedingten Krankschreibung per Telefon erwiesen“, betonte der Kassenchef. © hil/sb/aerzteblatt.de

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