NewsÄrzteschaftDarmkrebs­früherkennung: Gastroenterologen sehen Privatversicherte benachteiligt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Darmkrebs­früherkennung: Gastroenterologen sehen Privatversicherte benachteiligt

Freitag, 16. April 2021

/psdesign1, stockadobecom

Ulm – Der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands (bng) sieht beim deutschen Programm für eine Darm­krebs­früh­erken­nung deutliche Optimierungspotenziale.

Sowohl das Zusammen­spiel der unterschiedlichen Beteiligten als auch das Einladungsschreiben zur Teil­nahme am Darmkrebs­screening lasse zu wünschen übrig, moniert der Verband in einem neuen White­pa­per zu Errungenschaf­ten und Fehlentwicklungen des bundesweiten Programms.

Anzeige

Deshalb sollten aus Sicht des bng beispielsweise private Kran­ken­ver­siche­rungen gezielt stärker einge­bunden werden. „Bedauerlicherweise richtet sich das gesetzlich geschaffene Einladungsverfahren zur Darmkrebsvorsorge bislang nur an Mitglieder der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung“, schreibt der bng.

Privatversicherte Bürger würden nicht zur Darm­krebs­früh­erken­nung angeschrieben, im Einzelfall erho­be­ne Befunde im Rahmen der Früherkennungsprogramme zudem auch nicht systematisch erfasst. Vor diesem Hintergrund rief der bng den Verband der Privaten Kran­ken­ver­siche­rung auf, sich zeitnah an der Einladung zur Darm­krebs­früh­erken­nung zu beteiligen.

Das bng-Whitepaper „Organisierte Darm­krebs­früh­erken­nung, historische Entwicklung, aktueller Stand und Fehlentwicklungen“ deckt darüber hinaus weitere Schwachstellen im deutschen Früerkennungs­programm auf.

So befürchten die Autoren beispielsweise, dass die gesetzlich vorgeschriebene Zusammenführung aktu­eller und historischer Daten zur Darm­krebs­früh­erken­nung „an datenschutz­rechtlichen Fragen und föde­ralen Blockaden“ scheitern könnte.

Zudem laufe die elektronische Datenübermittlung zwischen endoskopischen Leistungserbringern, den Kassenärztlichen Vereinigungen und den mit der Programmbeurteilung beauftragten „Gesundheitsforen Leipzig“ alles andere als reibungslos. Hier gelte es nachzubessern, forderte der bng. © hil/sb/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER