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Politik

Tübinger Modellprojekt kann vorerst weitergehen

Freitag, 16. April 2021

Ein Mann zeigt sein „Tagesticket“, das aufgrund eines negativen Testergebnis bei einem Coronaschnelltest ausgestellt wurde. Mit dem Modellprojekt „Öffnen mit Sicherheit“ will die Intiatorin, die Tübinger Notärztin Federle, den Menschen während der Pandemie mehr Möglichkeiten eröffnen. /picture alliance, Tom Weller

Stuttgart/Tübingen – Das Tübinger Modellprojekt „Öffnen mit Sicherheit“ kann offenbar vorerst weiter­gehen. „Wir werden das Infektionsgeschehen in Tübingen weiterhin genau beobachten und das Projekt zunächst weiter laufen lassen“, teilte ein Sprecher des Sozialministeriums in Stuttgart mit.

Bedingung sei, dass die Sieben-Tage-Inzidenz vor Ort stabil bleibe – und nicht an drei aufeinanderfol­gen­­den Tagen die 100er-Marke, also 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, über­schreite. „Spätestens aber, wenn das neue Infektionsschutzgesetz des Bundes offiziell in Kraft ist, werden wir das Projekt wohl unterbrechen müssen“, so der Sprecher.

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Der Modellversuch hatte am 16. März begonnen und sollte am kommenden Montag zu Ende gehen. Die Stadt hatte zuvor einen Abbruch erst bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 125 an drei Tagen in Folge gefordert, wie es in einem von Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) unterzeichneten Antrag heißt. Auch die Tübinger Notärztin Lisa Federle hatte noch gestern eine Verlängerung des Mo­dell­projekts gefordert.

Menschen in Tübingen können sich an mehreren Stationen kostenlos testen lassen – mit den Bescheini­gun­gen der Ergebnisse, den Tagestickets, können sie dann in Läden, zum Friseur oder auch in Theater und Museen gehen. Wegen großen Andrangs von außerhalb sind die Tests inzwischen auf Menschen aus dem Kreis Tübingen beschränkt. © dpa/aerzteblatt.de

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