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DAK-Chef Storm plädiert für Optimierung der Homeoffice-­Rahmenbedingungen

Dienstag, 20. April 2021

/Rawf8,stock.adobe.com

Hamburg – Sollte sich Homeoffice über die „schnelle Lösung“ in der Coronapandemie hinaus dauerhaft etablieren, müssen bestimmte kritische Punkte beachtet und beispielsweise das betriebliche Gesund­heitsmanagement angepasst werden. Dies betonte heute Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesund­heit, im Rahmen der Vorstellung der DAK-Sonderanalyse „Digitalisierung und Homeoffice in der Corona­krise“.

Die für die Analyse durchgeführte Befragung zeigt, dass aktuell mehr als jeder und jede Dritte regelmä­ßig im Homeoffice aktiv ist. Arbeitszufriedenheit und Produktivität im Homeoffice sind demnach hoch und in den vergangenen Monaten noch gestiegen. Auch seitens der Arbeitgeber wurde ein gesteigertes Leistungsverhalten verzeichnet.

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„Das Homeoffice hat sich in der Arbeitswelt etabliert und kann zu einer Erfolgsgeschichte werden“, sagte Storm. Dies funktioniere offensichtlich auch ohne gesetzliche Verpflichtung. Für die Zukunft bedürfe es aber nachhaltige Konzepte, um den Gesundheitsschutz und die Leistungsansprüche ausbalanciert zu ver­binden.

Beachten müsse man unter anderem die oft unzureichende Ausstattung mit ergonomischen Arbeits­mit­teln, eine unter Umständen mangelhafte Arbeitsorganisation sowie Fragen des Selbstmanagements, be­tonte Storm.

Homeoffice-Potenzial nahezu ausgeschöpft

Für die DAK-Analyse wurde im Februar 2021 eine für Deutschland repräsentative Stichprobe von mehr als 7.000 Beschäftigten befragt. 45 Prozent aller befragten Arbeitnehmer könnten nach eigener Auskunft zumindest für einen großen Teil ihrer Arbeitszeit ins Homeoffice gehen – damit wäre das Homeoffice-Potenzial zu großen Teilen ausgeschöpft.

„Potenzial für zukünftig noch mehr Arbeit von zu Hause aus sehen wir allein bei einer sehr kleinen Gruppe an Beschäftigten, die unter zwei Prozent in Deutschland ausmacht“, fasste Hans-Dieter Nolting die Studienergebnisse seines IGES-Instituts zusammen.

Auch Nolting wies darauf hin, dass künftig die Rahmenbedingungen zum Homeoffice strukturiert mög­liche Nachteile kompensieren helfen könnten. Dies müsse, verstetige sich der Trend auch nach der Co­ronapandemie, über das Bereitsstellen von ergonomischen Arbeitsmitteln hinausgehen.

Laut der Befragung bekommt die große Mehrheit von ihrer Firma derzeit nur einen Laptop gestellt und hat deshalb daheim eine ergonomisch unzureichende Ausstattung. „Wenn Beschäftigte im Homeoffice regelmäßig über ihre Grenzen gehen, besteht langfristig das Risiko einer Über- und Fehlbelastung. Es muss für Arbeitgeber ein Warnsignal sein, wenn sich zum Beispiel die Überstunden häufen“, erläuterte Storm.

„Hier sind auch die Arbeitgeber in der Fürsorgepflicht“, so Storm. Tatsächlich biete bisher nur eine Minderheit der Firmen (13 Prozent) Schulungen zur Arbeit im Homeoffice an, bei denen dann auch gesundes Selbstmanagement Thema sein müsse. © aha/aerzteblatt.de

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Avatar #853023
L239486522
am Dienstag, 20. April 2021, 23:54

Home office != mobiles Arbeiten

Dieses ganze HO-Geschwätze klingt wie 1990 in meinen F&E-Ohren. Ehrlich. Kollegen und Kunden (=Projekte) verschwinden im digitalen Nirvana, der Zustand ist überhaupt nicht toll. Ich arbeite seit 20 Jahren Online. Menschen benötigen Menschen, um technische Dinge zu lösen und dabei ihre menschliche Seite zu befriedigen, speziell im High-Tech. Software Online ist das eine, der Mensch daheim isoliert etwas völlig anderes. Jedenfalls kann man viel draus machen, aber aktuell zerfällt mein Projekt gerade u. a. wegen der andauernden „mobilen Arbeit“, den Reisebeschränkungen, organisatorischen Änderungen, die „im Online“ nicht abgebildet werden (und abgebildet werden können), usw. viel Erfolg uns allen, durch diese Jahrhundertkrise.
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