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Ausland

Länder verschärfen wegen Coronalage in Indien ihre Reisehinweise

Dienstag, 20. April 2021

/picture alliance, Wolfgang Minich

Hongkong – Angesichts der Coronalage in Indien verschärfen weitere Länder ihre Reisehinweise. „Selbst vollständig geimpfte Reisende sollten alle Reisen nach Indien vermeiden“, teilte die US-Gesundheitsbe­hörde CDC heute mit.

Auch Singapur entschied, dass Reisende aus Indien nun drei Wochen statt bisher zwei in Quarantäne müssen. Großbritannien hatte Indien bereits gestern auf seine rote Liste mit Einreisebschränkungen gesetzt.

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Das Auswärtige Amt in Berlin veröffentlichte aktualisierte Reise- und Sicherheitshinweise, in denen es heißt, aufgrund der derzeitigen Überlastung des indischen Gesundheitssystems sei der „Zugang zu in­tensivmedizinischer Versorgung vielerorts sehr stark eingeschränkt“. Daher sollten Deutsche, die noch nicht geimpft seien, „eine temporäre Rückkehr nach Deutschland bis zur Stabilisierung der medizini­schen Versorgungslage erwägen“.

Nach Dutzenden Coronafällen auf einem Flug aus Indien hat Hongkong ein sofortiges zweiwöchiges Landeverbot für Maschinen aus Indien und anderen Ländern erlassen. Die Maßnahme gelte auch für Pakistan und die Philippinen, teilten die Behörden des chinesischen Sonderverwaltungs­gebiets gestern mit.

Mindestens 49 Menschen, die sich am 4. April an Bord eines Flugzeugs der indischen Airline Vistara be­funden hatten, waren demnach positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie viele Menschen insge­samt an Bord des Vistara-Flugs waren, teilten die Behörden nicht mit. In der Maschine haben 188 Passa­giere Platz.

Indien, Pakistan und die Philippinen wurden von den Hongkonger Behörden als „Hochrisikogebiete“ ein­gestuft. Begründet wurde dies damit, dass dort bei Coronaviren erstmals die Mutation N501Y nachge­wie­sen worden sei, wie sie etwa bei der britschen Coronavirus-Variante B.1.1.7 zu finden ist.

Hongkong verfügt über eine der schärfsten Coronaquarantäneregeln der Welt. Nach ihrer Ankunft in der Finanzmetropole müssen sich Reisende zunächst drei Wochen isolieren. Die nun entdeckten 49 Coro­na­infektionen traten innerhalb dieses Zeitraums auf.

Reisende aus 25 Hochrisikogebieten – darunter Großbritannien, Indien, Südafrika, Pakistan und die USA – müssen bei Flügen nach Hongkong zudem einen negativen Coronatest nachweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist.

Während Coronatests bei Neuankömmlingen in Hongkong immer wieder positiv ausfallen, werden in der dicht besiedelten Millionenstadt in der Regel täglich nur vereinzelte Neuinfektionen registriert. Insge­samt wurden in Hongkong seit Pandemiebeginn rund 11.000 Coronainfektionen nachgewiesen, 209 Infizierte starben.

In Indien steigt die Zahl der Coronainfektionen derzeit stark an. In vielen Regionen des Landes sind die Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt. Für die Hauptstadt Neu Delhi trat gestern Abend ein einwöchiger Lockdown in Kraft.

In der vergangenen Woche war Indien bei der Zahl der nachgewiesenen Coronainfektionen weltweit an zweite Stelle gerückt, vor Brasilien und hinter die USA. Wie das Ge­sund­heits­mi­nis­terium in Neu Delhi mitteilte, wurden binnen 24 Stunden mehr als 273.000 weitere Ansteckungen registriert, ein neuer Höchstwert. © afp/aerzteblatt.de

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