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Ärzteschaft

BÄK-Chef Reinhardt für mehr wissenschaftliche Untersuchungen zu Corona

Donnerstag, 22. April 2021

Klaus Reinhardt, Präsident der Bundes­ärzte­kammer/ picture alliance, Wolfgang Kumm

Berlin – Die Bundes­ärzte­kammer fordert eine gründlichere Erfassung der Infektionslage in Deutschland: „Wir brauchen endlich repräsentative Bevölkerungstests auf das Coronavirus, wie es sie zum Beispiel in Großbritannien schon lange gibt“, sagt Ärztepräsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe heute.

Nur so ließen sich die Coronaeindämmungsmaßnahmen auf eine valide wissenschaftliche Grundlage stellen, betonte Reinhardt. Wissenschaftliche Erkenntnisse über das Ansteckungsrisiko in den Schulen etwa seien nach wie vor nicht eindeutig.

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„Wenn die Inzidenz unter Jugendlichen steigen sollte und sie nach den Schulschließungen oder in den Ferien wieder sinkt, kann das natürlich auch mit den massenhaften Schnelltestungen zusammenhängen, die seit einigen Wochen Voraussetzung für den Präsenzbetrieb sind“, so Reinhardt. „Wir wissen es einfach nicht genau.“

Der Bundestag hatte gestern die bundesweite Coronanotbremse beschlossen. Die Regelungen sind an Inzidenzwerte geknüpft. Ab einem Schwellenwert von 165 sollen die Schulen wieder in Distanzunterricht gehen. Mehrere Politiker zeigten sich besorgt über die vergleichsweise hohen Inzidenzen unter Kindern und Jugendlichen. © kna/aerzteblatt.de

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Avatar #833365
HartmutSteeb
am Freitag, 30. April 2021, 15:59

Wissenschaftliche Untersuchungen

Es ist nicht zu fassen, dass die Gesundheitsämter nicht nur bis heute mit FAX-Geräten Informationen austauschen; wir sind auch offenbar sonst Entwicklungsland. Dass wir nicht in der Lage (oder nicht willens?) sind, die notwendigen Daten zu erheben, nach mehr als 14 Monaten Pandemie. Muss man das eigentlich verstehen?
Avatar #789658
2haeschen
am Donnerstag, 22. April 2021, 21:00

"Gesunde Kinder zu Hause, Ziel erreicht"

@BBDD. Richtige Feststellung.

Und meine Frage in die Runde: warum noch mal wurden diese Schnelltests eingekauft und angewendet?

Ich war der Meinung, wir möchten die asymt. Kinder und Lehrer schnell erkennen, mit PCR nachtesten und so dazu beitragen, dass sich Cor. nicht ungehindert und unbemerkt verbreiten kann ...

Und nun, da es insgesamt 3 Wochen flächendeckend (in Sachsen, um bei dem Beispiel zu bleiben) durchgeführt wird, schicken wir die best-überwachte Gruppe der Einwohner nach Hause.

Immerhin werden nun die Zahlen schnell zurückgehen ... ich bin mir nur nicht sicher, ob es an den Schulschließungen und den nächtlichen Ausgangssperren liegen wird.
Avatar #831974
BB-DD
am Donnerstag, 22. April 2021, 18:57

Daten sind da, der PCR-Test das Problem!

1) In Tübingen bei Frau Dr. Federle anrufen, nachfragen, bei wie viele positive Antigentests, wie viele PCR-bestätigte und wie viele negative es gab.
2) In Dresden anrufen. Vor Ostern 146000 Schüler der sächs. weiterführenden Schulen einmal und ALLE 32000 Lehrer mit Schnelltest zweimal untersucht (Coronavirus.Sachsen.de, Homepage SMK vor Ostern - leider wurde der Eintrag entfernt!?/ Rücksprache mit der Pressestelle des SMK). Test-Positivrate 0.13 % bzw. 0.14 %. Das bedeutet selbst bei gruseliger Sensitivität (für Menschen ohne Symptome) - Spezifität muss Richtung 99.9% sein, sonst sähe die Positivrate anders aus - dass das Virus in der untersuchten Gruppe höchstens! im Bereich der 7-Tage-PCR-Meldeinzidenz - Bereich 200/100000 - gefunden wurde.
Vorige Woche nun praktisch ALLE etwa 380000 Schüler nebst 32000 Lehrern ZWEIMAL mit Schnelltest untersucht. Leider gibt es im sächsischen Bildungsministerium an dieser Stelle keine Expertise und man hat sich für die Testerei niemanden von der Uniklinik zur Beratung und Auswertung dazugeholt. Deshalb erfassen die veröffentlichten Zahlen leider immer nur die als positiv getesteten Schüler/Lehrer, nicht nach Testart aufgeschlüsselt und vor allem nicht danach geordnet, ob die "Infektionen" bestätigt wurden. Trotzdem: Unterstellen wir, wir hätten vorige Woche alle Schüler, die in der Positiv-Statistik erscheinen tatsächlich bestätigt, dann gäbe es 759 Fälle bei fast 380000 Schülern, die noch dazu ALLE zweimal mit Schnelltest getestet wurden: 0.2% = 200/100000, sprich unterhalb der Meldeinzidenz von letzter Woche >250/100000. Mit Schnelltest werden die meisten "ansteckenden" gefunden worden sein. Das RKI muss Fragen beantworten! Was messen und bewerten die? Die Annahmen - 35/100000 7-Tage-Inzidenz entspr. 0.22% Prävalenz in einer beliebigen Stichprobe, also 200/100000 = 1.25 % 250/100000 entspr. 1.57% sind unhaltbar.
Aber jetzt hat Merkel ja ihre Notbremse, die Schulen in Sachsen machen zu. Gesunde Kinder zu Hause. Ziel erreicht
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