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RKI registriert knapp 30.000 Corona­neuinfektionen, mehr als 5.000 Intensivpatienten

Donnerstag, 22. April 2021

/picture alliance, Nicolas Economou

Berlin – Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 29.518 Coronaneuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von heute Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. In der Zahl der gemeldeten Neuinfektionen könnten Nachmeldungen aus Nordrhein-Westfalen vom Vortag enthalten sein. Eine größere Zahl von Meldungen der NRW-Gesundheitsämter waren zuvor aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht voll­ständig übermittelt worden.

Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 259 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Donnerstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 29.426 Coronaneuinfektionen gemel­det. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 293 neue Todesfälle verzeichnet.

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Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am heute Morgen bundesweit bei 161,1. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,1 angegeben. Bisher kann laut RKI anhand der Sieben-Tage-Inzidenz der vergangenen Tage noch nicht abgeschätzt werden, ob sich der ansteigende Trend der vergangenen Woche fortsetzt.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.217.710 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.845.300 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 80.893. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von gestern Abend bei 0,94 (Vortag: 0,95).

Mittlerweile ist die Zahl der Schwerkranken mit COVID-19 auf deutschen Intensivstationen wieder über die Marke von 5.000 gestiegen. In Kliniken bundesweit werden nun 5.049 solche Fälle behandelt, 62 mehr als am Vortag, wie aus dem Tagesreport des RKI von heute mit Daten des DIVI-Intensivregisters hervorgeht.

So groß war die Auslastung demnach zuletzt Mitte Januar. Der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung DIVI, Gernot Marx, sprach in einem Statement bei Twitter von einer weiter angespannten Lage. Er begrüßte den Beschluss des Bundestages zur Coronanotbremse von gestern und sagte, er hoffe auf keine weitere Verzögerung durch den Bundesrat.

Der Wiederanstieg der Patientenzahl auf Intensivstationen hatte etwa Mitte März eingesetzt. Zu dem Zeitpunkt waren allerdings noch rund 2.720 Covid-19-Fälle in Behandlung - annähernd so viele wie zum Höhepunkt der ersten Welle der Pandemie im Frühjahr 2020 mit gleichzeitig rund 2.900 Erkrankten.

Laut Medizinern ist die Zahl der COVID-19-Patienten über 80 durch die Impfungen inzwischen gesunken. Sie berichten von zunehmend jüngeren Patienten. Daten zu mutmaßlichen Veränderungen des Altersschnitts und einem Einfluss auf die Sterblichkeit lagen dem DIVI-Experten Christian Karagiannidis zuletzt noch nicht vor. Dies müsse dringend erhoben werden, „wir arbeiten ganz intensiv daran“, erklärte er.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte vor einigen Tagen bei Twitter vor dem Tod vieler Menschen zwischen 40 und 60 Jahren an COVID-19 gewarnt. „Darunter sind viele Eltern, die hohen Infektionszahlen in Schulen und Universitäten tragen mit bei.“ Hintergrund ist, dass diese Menschen zurzeit oft noch keinen Impfschutz haben. Bei sehr hohen Infektionszahlen kann das eigentlich geringe Sterberisiko jüngerer Menschen stärker ins Gewicht fallen. © dpa/aerzteblatt.de

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