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Medizin

US-Behörden: Coronaimpfungen mit Johnson & Johnson werden wieder aufgenommen

Montag, 26. April 2021

/picture alliance, ZUMAPRESS.com, Paul Hennessy

Washington – Der Coronaimpfstoff vom US-Hersteller Johnson & Johnson kann in den USA uneinge­schränkt wieder eingesetzt werden. Die vor rund 10 Tagen beschlossene vorübergehende Aussetzung sei mit sofortiger Wirkung aufgehoben, teilten die Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA am vergangenen Freitagabend mit.

Zuvor hatte ein Beratergremium der CDC eine entsprechende Empfehlung abgegeben. 10 Mitglieder des „Advisory Committee on Immunization Practices“ (ACIP) stimmten nach mehrstündigen Beratungen daür, 4 dagegen, eins enthielt sich.

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Bei einer vorherigen Sitzung in der vergangenen Woche hatte sich das Gremium vertagt, um vor einer Empfehlung zum weiteren Vorgehen zunächst weitere Informationen zu sammeln. „Wir haben uns die Zeit genommen, die wir brauchten, um dieses Thema ausführlich zu unter­suchen“, sagte CDC-Chefin Rochelle Walensky.

Vor rund 10 Tagen hatten CDC und FDA eine vorübergehende Aussetzung der Coronaimpfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson beschlossen, nachdem in den USA in diesem Zusammenhang zunächst 6 Fälle von Hirnvenenthrombosen erfasst worden waren. Die Aussetzung sei aus einem „Übermaß an Vor­sicht“ empfohlen worden, hieß es.

Die Fälle seien „sehr selten“ und der Nutzen des Impfstoffs sei nach wie vor deutlich größer als die Risiken, sagte die kommissarische FDA-Chefin Janet Woodcock nun. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht.“ Medizinische Einrichtungen und Menschen, die sich impfen lassen wollen, sollen künftig aktualisierte Informationen über den Wirkstoff enthalten, die auch Hinweise auf die Thrombosen enthalten.

Bislang wurden den Angaben nach mehr als 7,2 Millionen Dosen des Impfstoffes, der Ende Februar in den USA zugelassen worden war und von dem es nur 1 Dosis braucht, in den USA gespritzt. Der weitaus größere Teil der Impfungen wurde mit den Wirkstoffen der US-Konzerne Moderna und Pfizer mit seinem deutschen Partner Biontech durchgeführt.

Nach der vorübergehenden Aussetzung durch CDC und FDA in den USA hatte Johnson & Johnson zu­nächst den Marktstart seines Impfstoffs in Europa verzögert, ihn aber fortgesetzt, nachdem die EU-Arz­neimittelbehörde (EMA) nach einer erneuten Überprüfung am vergangenen Dienstag grünes Licht gege­ben hatte. © dpa/aerzteblatt.de

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