NewsPolitikImpfpriorisierung und Freiheiten für Geimpfte: Bayern geht eigenen Weg
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Impfpriorisierung und Freiheiten für Geimpfte: Bayern geht eigenen Weg

Dienstag, 27. April 2021

/picture alliance, Matthias Balk

München – Bundesweit soll es Entscheidungen zur Impfpriorisierung und Geimpften erst Ende Mai ge­ben. Bayern prescht nun erneut vor und geht einen eigenen Weg. Vollständig Geimpfte sollen im Frei­staat ab morgen negativ auf Corona Getesteten gleichge­stellt sein. Die Impfpriorisierung soll Mitte bis Ende Mai wegfallen. Beides beschloss das Kabinett heute in München.

Der Freistaat setzt damit diesen Punkt früher um als der Bund. In der Praxis bedeutet dies, dass etwa Geimpfte mit einem vollständigen Impfschutz bei einem Friseurbesuch keinen negativen Coronatest vor­weisen müssen. Privilegien wie der Zugang zu derzeit geschlossenen Einrichtungen, wie Schwimmbä­dern, sind aber nicht vorgesehen.

Anzeige

Wer zweimal geimpft sei und „nahezu ein Nullrisiko hat, muss wieder in seine zentralen Grundrechte zurückversetzt werden“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Die Grundrechte müssten so schnell es geht, zurückgegeben werden.

Bei dem Vorhaben, die Impfpriorisierung schon Mitte bis Ende Mai aufzuheben, soll der Schwerpunkt auf Betrieben und Familien liegen. Im Juni soll bewusst ein Angebot für junge Menschen gemacht werden. „Wir wollen dann die Abschlussklassen impfen, insbesondere Abiturienten und berufliche Abschlussklas­sen“, sagte Söder. „Der Mai wird ein hellerer Monat werden“, so Söder.

„Es gibt keinen Anlass, auf einer langen Zielgeraden nachzulassen“, sagte Söder heute. Besonders die hohe Inzidenz von über 300 bei Teenagern sei besorgniserregend. Die Intensivstationen hätten ein Plus von 75 Prozent bei der Belegung im Vergleich zu vor sechs Wochen.

Das Impfen bleibe die Perspektive für den Weg aus der Pandemie. Die Impfgeschwindigkeit habe sich durch das Hinzuziehen der Hausärzte erheblich erhöht. Impfen ohne Prioritätsvorgaben in Modellge­bieten entlang der tschechischen Grenze habe sehr positive Ergebnisse gezeigt.

Beim Impfgipfel von Bund und Ländern hatte es gestern noch keine Beschlüsse zum bundesweiten Umgang mit Geimpften und Genesenen und möglichen Erleichterungen bei den Coronabeschränkungen für sie gegeben. Die Bundesregierung will nach einer Ankündigung von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) kommende Woche einen Vorschlag machen, so dass eine Verordnung am 28. Mai vom Bundesrat beschlossen werden könnte. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #789658
2haeschen
am Donnerstag, 29. April 2021, 14:32

Söder und Kretschmann forderten einen „einheitlichen Geist“. 

Wo ist nur der "einheitliche Geist" vom 31.3.2021 geblieben ...
LNS
LNS LNS LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER