NewsÄrzteschaftLan­des­ärz­te­kam­mer: Astrazeneca für Immunisierung unverzichtbar
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Lan­des­ärz­te­kam­mer: Astrazeneca für Immunisierung unverzichtbar

Donnerstag, 29. April 2021

/picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Jung Yeon-je

Dresden – Der Coronaimpfstoff Astrazeneca ist aus Sicht der Lan­des­ärz­te­kam­mer in Sachsen unverzicht­bar für den Immunisierungserfolg der Bevölkerung. „Er ist deutlich besser als sein Ruf“, sagte Präsident Erik Bodendieck gestern in Dresden.

Das allgemein schlechte Image sei nicht gerechtfertigt. Beim schnellen Erreichen der nötigen Herden­immunität von mindestens 80 Prozent der Bevölkerung spiele Astrazeneca eine wesentliche Rolle.

Anzeige

Das Präparat könne schon ab 50 Jahren verabreicht werden, da von diesem Alter an der Nutzen das da­mit verbundene Thromboserisiko überwiege, während das Sterberisiko bei einer Coronainfektion steige, erläuterte Bodendieck. „Es ist und bliebt eine Abwägung des Einzelnen.“ Das Präparat sei genauso gut wie sogenannte mRNA-Impfstoffe und Hausärzte könnten das Risiko einschätzen. „Die Einstellung dazu muss sich ändern.“

Angesichts der erwarteten größeren Impfstoffmengen in den nächsten Wochen setzt die Ärztekammer auf mehr Aufklärung im skeptischen Teil der Bevölkerung und in der verunsicherten Ärzteschaft. Die Immunisierung habe Priorität, bevor an Öffnungsschritte gedacht werden könne. Nur mit dem Impfen bestehe die Chance auf einen freien Sommer, könne die nächste Welle im Herbst verhindert und die Pandemie beendet werden, hieß es. „Je schneller, desto geringer wird auch die Gefahr von Mutationen.“

Nötig sei eine „gemeinsame riesige Kraftanstrengung“, dann könnte ein Großteil der Bevölkerung bis Ende Juni zumindest die Erstimpfung erhalten haben. Neben den Impfzentren, mobilen Impfteams in schlecht versorgten Regionen sowie Hausärzten sollen künftig auch Fach- und Betriebsärzte impfen.

Derzeit wird laut Kammer in rund 1.800 Praxen geimpft. Bodendieck warb dafür, dass Ärzte Routine­behandlungen zurückstellen und Impfsprechstunden halten. Auf diese Weise seien täglich 60 statt 20 Impfungen pro Praxis möglich. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER