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Ärzteschaft

Versicherte vertrauen in der Pandemie auf Expertise ihrer Ärzte

Donnerstag, 29. April 2021

/picture alliance, Christoph Schmidt

Berlin – Die Haus- und Fachärzte in Deutschland sind in der Coronapandemie meist die erste Anlauf­stelle für Versicherte und Patienten. Das zeigen die ersten Auswertungsergebnisse aus der Versicherten­befragung 2021 der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Der Großteil der Versicherten plädierte darin außerdem für eine frühere Einbeziehung der Niedergelas­senen in die Impfkampagne.

Insbesondere bei Coronaverdachtsfällen waren Vertragsärzte die ersten Ansprechpartner: 68 Prozent der Patienten mit Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion wandten sich zuerst an ihren Haus- oder Facharzt – gut die Hälfte der daraufhin veranlassten Tests erfolgte in den Praxen.

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13 Prozent der Befragten wandten sich laut der Umfrage zuerst an ein Coronatestzentrum, zehn Prozent an eine Hotline oder das zuständige Gesundheitsamt und für vier Prozent war ein Krankenhaus die erste Anlaufstelle.

75 Prozent der Befragten meinen, die niedergelassenen Ärzte hätten früher in die Coronaimpfungen ein­bezogen werden müssen, nur 17 Prozent sind der Ansicht, die anfängliche Konzentration auf Impf­zent­ren sei richtig gewesen.

„Das zeigt: Das Vertrauen der Patienten ist groß. Sie wollen in den Arztpraxen geimpft werden. Höchste Zeit also, dass wir mit wachsenden Impfstoffmengen endlich den Impfturbo zünden“, sagte der KBV-Vor­standsvorsitzende Andreas Gassen.

„Es geht jetzt darum, die Kapazitäten hochzufahren, um möglichst schnell möglichst viele Menschen zu immunisieren – durchaus gemeinsam mit Impfzentren und Betriebsärzten. Nur so können wir das Ziel der Herdenimmunität erreichen“, sagte Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV.

Eine Impfpflicht gegen das Coronavirus lehnten 56 Prozent der Befragten ab, 39 Prozent hielten eine solche Pflicht für sinnvoll. 18 Prozent der Befragten gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten auf notwendige Arztbesuche verzichtet zu haben. Bei 81 Prozent der Befragten war dies nicht der Fall.

„Es gibt keinen Grund zur Sorge: Die Praxen sind auch in der Pandemie sicher. Wir appellieren daher eindringlich an Patienten: Sagen Sie Termine nur im Einvernehmen mit dem behandelnden Arzt ab“, so Gassen.

Im jetzt vorliegenden ersten Teil der diesjährigen Versichertenbefragung kontaktierte die Forschungs­gruppe Wahlen im Auftrag der KBV über 2.000 Personen. Thematischer Schwerpunkt waren Fragen im Zusammenhang mit der Coronakrise. © hil/aerzteblatt.de

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